Mo., 30.03.2026 , 12:04 Uhr

Sperrbezirk nach Ausbruch der Faulbrut eingerichtet

Bienenseuche in Dresden-Lockwitz entdeckt

In Dresden-Lockwitz ist Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Die Stadt hat eine Schutzzone eingerichtet und Maßnahmen zur Eindämmung der Bienenseuche ergriffen.

Dresden - In Dresden-Lockwitz ist bei einer Bienenhaltung die Amerikanische Faulbrut nachgewiesen worden. Die Tierseuche wurde im Rahmen einer routinemäßigen Untersuchung festgestellt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden umgehend Maßnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Landeshauptstadt Dresden hat gemeinsam mit dem Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen. Diese regeln den Umgang mit betroffenen und potenziell gefährdeten Bienenbeständen.

Schutzzone eingerichtet

Kern der Maßnahmen ist die Einrichtung eines Sperrbezirks mit einem Radius von einem Kilometer rund um den betroffenen Bienenstand. Die genaue Abgrenzung ist im Themenstadtplan der Stadt Dresden einsehbar.

Innerhalb dieser Schutzzone gelten besondere Auflagen für Imkerinnen und Imker. Alle Bienenstände müssen unverzüglich beim Veterinäramt gemeldet werden. Dabei sind sowohl der genaue Standort als auch die Anzahl der Bienenvölker anzugeben. Die gemeldeten Bestände werden anschließend amtstierärztlich untersucht.

Zudem ist es untersagt, Bienenvölker, einzelne Bienen, Waben oder Bienenbehausungen in den Sperrbezirk hinein- oder aus diesem heraus zu transportieren. Ziel dieser Einschränkungen ist es, eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern.

Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde am 27. März 2026 in der elektronischen Ausgabe des Dresdner Amtsblattes veröffentlicht.

Hintergrund zur Tierseuche

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae verursacht wird. Der Erreger befällt die Bienenbrut und führt zum Absterben der Larven und Puppen.

Typisch für befallene Völker ist eine veränderte Struktur der Brutwaben. Statt gesunder Brut findet sich eine bräunliche, zähflüssige Masse. Durch den Befall werden die Bienenvölker erheblich geschwächt und können innerhalb kurzer Zeit vollständig zugrunde gehen.

Die Verbreitung erfolgt unter anderem über kontaminierte Waben oder Honig sowie durch direkten Kontakt zwischen Bienen oder über imkerliche Gerätschaften und Futteraustausch.

Keine Gefahr für Menschen

Für den Menschen stellt die Amerikanische Faulbrut keine Gefahr dar. Auch Honig aus betroffenen Regionen kann weiterhin bedenkenlos verzehrt werden. Die Maßnahmen konzentrieren sich ausschließlich auf den Schutz der Bienenbestände und die Eindämmung der Tierseuche.

Die Behörden rufen Imker im betroffenen Gebiet dazu auf, die geltenden Vorgaben einzuhalten und ihre Bestände fristgerecht zu melden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.