Sa., 13.06.2026 , 08:41 Uhr

Pilotprojekt soll Produktion flexibler und effizienter machen

BMW testet humanoide Roboter in Leipzig

BMW erprobt in Leipzig menschenähnliche Roboter. Sie sollen bei Montage, Transport und Qualitätskontrolle helfen.

Im BMW-Werk Leipzig werden erstmals an einem europäischen Standort des Autobauers humanoide Roboter unter realen Produktionsbedingungen getestet. Die Maschinen des Schweizer Unternehmens Hexagon kommen zunächst in der Batteriemontage, der Komponentenfertigung und der Qualitätskontrolle zum Einsatz. Sie transportieren Bauteile oder prüfen Fahrzeugkarosserien mit einem Scanner auf geometrische Abweichungen. Beschäftigte bringen ihnen die benötigten Bewegungsabläufe mithilfe von Virtual-Reality-Brillen bei. Einmal erlernte Fähigkeiten sollen anschließend auf weitere Roboter übertragen werden können.

BMW sieht in den menschenähnlichen Maschinen eine Möglichkeit, bestehende Arbeitsplätze flexibler zu automatisieren. Die Roboter sollen vor allem monotone, körperlich belastende oder sicherheitskritische Tätigkeiten übernehmen. Nach Angaben von Werkleiterin Petra Peterhänsel ist kein Abbau von Arbeitsplätzen durch das Pilotprojekt vorgesehen. Die Akkus der Maschinen halten je nach Tätigkeit etwa drei bis vier Stunden und können selbstständig gewechselt werden. Bis Ende 2026 will BMW die Pilotphase abschließen. Anschließend sind weitere Einsatzmöglichkeiten in Leipzig und anderen Werken geplant.