Der Abriss einer beschädigten Brücke über die Autobahn 14 bei Grimma ist schneller vorangekommen als geplant. Die seit Freitagabend vollständig gesperrte Autobahn soll deshalb voraussichtlich bereits am Sonntag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Ursprünglich war vorgesehen, die Sperrung bis Montagmorgen aufrechtzuerhalten. Die Autobahn GmbH des Bundes will informieren, sobald die Strecke wieder befahrbar ist.
Bei dem abgerissenen Bauwerk handelt es sich um die Brücke „21Ü2“ zwischen den Ortschaften Grottewitz und Würschwitz. Eine Sonderprüfung hatte ergeben, dass sich die Überführung in einem kritischen Zustand befand. Der Rückbau kostet nach Angaben der Autobahn GmbH rund 700.000 Euro. Bis zum Jahr 2028 soll an gleicher Stelle eine neue Brücke entstehen. Dafür sind Kosten von etwa drei Millionen Euro eingeplant.
Zwischen Leipzig und Nossen stehen entlang der A14 noch zehn weitere Brücken unter besonderer Beobachtung. Die Bauwerke stammen aus den Jahren 1969 bis 1972 und enthalten sogenannten Hennigsdorfer Spannstahl. Dieses Material spielte auch beim Einsturz der Carolabrücke in Dresden eine Rolle. Die betroffenen Autobahnbrücken werden deshalb engmaschig kontrolliert, damit mögliche Verschlechterungen ihres Zustands frühzeitig erkannt werden können.