Dresden – Die CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat fordert dringend die Einleitung von Planungen für einen Ersatzneubau der Brücke Budapester Straße. Hintergrund sind die aktuellen Befunde zum Zustand der Brücke: Ähnlich wie beim Einsturz der Carolabrücke wurden auch hier Spanndrahtbrüche festgestellt. Dies könnte jederzeit zu einer dauerhaften Sperrung führen.
Im Bauausschuss wurde der Sachstand am Donnerstag vorgestellt. Verwaltung und Prof. Marx wiesen darauf hin, dass die Brücke an einigen Stellen in einem schlechteren Zustand ist als bisher bekannt. Zwar sollen Notmaßnahmen die kurz- und mittelfristige Nutzbarkeit sichern, die Risiken bleiben jedoch bestehen.
Veit Böhm, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, betont: „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Planungen für einen Ersatzneubau müssen umgehend starten, um im Notfall zeitnah reagieren zu können.“ Besonders kritisch sei die Lage wegen der unter der Brücke verlaufenden Eisenbahnhauptlinien, die langwierige Abstimmungsprozesse mit der Deutschen Bahn erforderlich machen.
Die CDU hat daher den Antrag A0188/26 eingebracht. Darin soll der Oberbürgermeister parallel zu den laufenden Notmaßnahmen Planungen für einen Ersatzneubau veranlassen. Bis zur Vorlage des Haushaltsentwurfs 2027/28 sollen eine Kostenschätzung für Planung und Bau sowie eine mögliche Zeitschiene erstellt werden. Zusätzlich soll ein Finanzierungsvorschlag für die Planungskosten vorgelegt werden, um die Umsetzung eines Ersatzneubaus frühzeitig abzusichern.
Die Stadtverwaltung prüft derzeit den Antrag und die nächsten Schritte, um sowohl die Sicherheit der Brücke als auch eine mittelfristige Planungsgrundlage für einen Neubau zu gewährleisten.