Do., 20.08.2026 , 09:27 Uhr

Belastungstest bestätigt Tragfähigkeit der Dresdner Brücke

Budapester Straße: Brücke ab Montag wieder frei

Nach einem erfolgreichen Belastungstest wird die Brücke an der Budapester Straße in Dresden ab Montag teilweise wieder für den Verkehr freigegeben.

Dresden - Die Brücke an der Budapester Straße in Dresden kann ab Montag wieder von Bussen und Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen genutzt werden. Zuvor hatte ein Belastungstest bestätigt, dass die Tragfähigkeit des Bauwerks unter den getroffenen Sicherungsmaßnahmen mittelfristig gewährleistet ist. Das teilte die Stadtverwaltung Dresden mit.

Die Freigabe erfolgt zunächst eingeschränkt. Pro Fahrtrichtung steht eine Fahrspur zur Verfügung. Für den Schwerlastverkehr bleibt die Brücke weiterhin gesperrt.

Schäden am Spannstahl führten zu Einschränkungen

Die Stadt hatte den Verkehr über die Brücke im Mai vorsorglich eingeschränkt. Grund waren neue Schäden am Spannstahl, die bei Messungen festgestellt worden waren.

An besonders betroffenen Bereichen wurden daraufhin zusätzliche Schwerlaststützen installiert. Diese Notunterstützungen sollen das Bauwerk stabilisieren. Nach Angaben der Stadt funktionieren die eingebauten Stützen wie vorgesehen.

Belastungstest ohne weitere kritische Schäden

Am 10. und 11. August wurde die Brücke einem Belastungstest unterzogen. Dabei traten nach Angaben der Verwaltung weder weitere kritische Schäden noch unzulässige Verformungen auf.

Baubürgermeister Stephan Kühn bezeichnete die Ergebnisse als große Erleichterung. Damit könne die Brücke zunächst weiter genutzt werden.

Die Wiederfreigabe ist auch für den öffentlichen Nahverkehr von Bedeutung. Die Buslinie 62 kann künftig wieder ohne die bisher notwendige Umleitung fahren. Zugleich steht damit eine wichtige Verbindung in Richtung Dresdner Innenstadt wieder zur Verfügung.

Schwerlastverkehr bleibt ausgeschlossen

Trotz des erfolgreichen Tests erfolgt keine vollständige Freigabe. Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen dürfen die Brücke weiterhin nicht nutzen. Auch die Beschränkung auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung bleibt zunächst bestehen.

Die Stadt geht nach den Untersuchungen davon aus, dass die Tragfähigkeit unter den derzeitigen Sicherungsmaßnahmen mittelfristig gegeben ist.

Dresdner Brücken besonders im Fokus

Der Zustand der Dresdner Brücken steht spätestens seit dem Teileinsturz der Carolabrücke besonders im Fokus. In der Nacht zum 11. September 2024 war ein Teil des Spannbetonbauwerks überraschend eingestürzt. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Auch die zunächst stehengebliebenen Brückenzüge waren stark beschädigt und wurden anschließend vollständig abgerissen. Als Ursache für den Einsturz gilt Korrosion, die zum Versagen von Spanngliedern führte.

Mit dem erfolgreichen Belastungstest an der Budapester Straße bleibt nun eine weitere wichtige Dresdner Verkehrsverbindung zumindest eingeschränkt nutzbar.