Leipzig - Die Bundespolizei warnt Reisende vor Betrügern an Bahnhöfen. Nach Angaben der Beamten sprechen mutmaßliche Täter Personen vor allem in der Nähe von Geldautomaten oder Fahrausweisautomaten an. Dabei täuschen sie unterschiedliche Notlagen vor, um Bargeld zu erhalten.
Zuletzt kam es nach Angaben der Bundespolizei am Leipziger Hauptbahnhof zu einem solchen Fall. Ein Reisender hatte dort Bargeld abgehoben und wurde kurz darauf von mehreren Personen angesprochen. Diese baten ihn demnach um finanzielle Unterstützung für ihre Weiterreise. Der Mann übergab Bargeld, erhielt das zugesagte Rückgeld jedoch nicht.
Die Bundespolizei nahm daraufhin Ermittlungen auf. Nach Angaben der Beamten konnten Tatverdächtige identifiziert werden.
Verschiedene erfundene Notlagen
Den Angaben zufolge kommt es auch in anderen Fällen vor, dass Betrüger den Verlust von Bahntickets, Reisedokumenten, Geldbörsen oder Bankkarten vortäuschen. Teilweise würden auch gesundheitliche Probleme als Grund genannt, um an Geld zu gelangen.
Außerdem berichtete die Bundespolizei von Fällen, in denen Täter vorgaben, erhaltenes Bargeld sofort zurücküberweisen zu wollen. Diese Rücküberweisungen seien jedoch nicht erfolgt.
Täter häufig in Gruppen unterwegs
Nach Angaben der Bundespolizei treten die mutmaßlichen Täter häufig in Gruppen auf. Sie sprechen Reisende demnach meist auf Englisch oder in gebrochenem Deutsch an.
Die Bundespolizei rät Reisenden, aufmerksam zu bleiben. Wer an Bahnhöfen auf diese Weise angesprochen wird oder einen entsprechenden Vorfall beobachtet, soll sich bei der Polizei melden.