Dresden – Der Abriss der Carolabrücke entwickelt sich für die Landeshauptstadt Dresden zu einem kostspieligen Projekt. Nach aktuellen Angaben der Stadtverwaltung werden die Gesamtkosten rund 32 Millionen Euro betragen. Damit liegen die Ausgaben deutlich über den bisherigen Schätzungen.
Noch im Juli hatte Projektleiterin Grit Ernst vom Straßen- und Tiefbauamt den Abriss mit etwa 18 Millionen Euro veranschlagt. Inzwischen zeigt sich: Allein der Abbruch der drei Brückenzüge schlug mit 27 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kamen rund fünf Millionen Euro für notwendige Sicherungsmaßnahmen, die Verkehrsführung und die genaue Zustandserfassung des Bauwerks.
Der Stadtrat hatte im Sommer den Bau einer neuen vierspurigen Brücke beschlossen. Mit dem Neubau könnte frühestens im zweiten Quartal 2028 begonnen werden. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für das Jahr 2031 geplant.
Die Carolabrücke war in der Nacht zum 11. September 2024 teilweise eingestürzt. Auf rund 100 Metern Länge brach einer der drei Stränge des Bauwerks aus den 1970er-Jahren ein. Glücklicherweise befanden sich zu diesem Zeitpunkt weder Fahrzeuge noch Menschen auf der Brücke, sodass niemand verletzt wurde.