Dresden – Noch vor wenigen Monaten schien der Abriss der Carolabrücke ein langwieriges Unterfangen zu werden – jetzt überrascht das Projekt mit einem Rekordtempo. Die Stadt Dresden teilt mit, dass der Rückbau zwei Monate vor dem Zeitplan liegt. Bereits tausende Tonnen Beton wurden abgetragen und abtransportiert.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zeigte sich beeindruckt vom Tempo der Arbeiten: „Vor der Leistung der Bauleute kann ich nur meinen Hut ziehen. In welcher Geschwindigkeit sie unter teils erschwerten Bedingungen arbeiten, verdient allerhöchsten Respekt“, so Hilbert mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen.
Geplant ist, dass der vollständige Rückbau der Brücke bis Ende September 2025 abgeschlossen ist. Im Anschluss soll das Terrassenufer geräumt und wiederhergestellt werden. Die gesamten Arbeiten am Ufer sollen dann im Oktober enden. Laut Stadtverwaltung bleiben die veranschlagten Kosten von bis zu 18 Millionen Euro im Rahmen.
Aktuell liegt der Fokus auf dem Beräumen der Fahrrinne für die Schifffahrt. Hier sind bis zu zehn Bagger gleichzeitig im Einsatz, um den Schiffsverkehr auf der Elbe schnellstmöglich wieder zu ermöglichen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Ende kommender Woche an. Danach folgen Messungen und eine Gefährdungsanalyse.
Erst wenn die Messergebnisse vorliegen, wird entschieden, unter welchen Auflagen die Fahrrinne freigegeben werden kann und welche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Elbsohle nötig sind. Mit einer Freigabe rechnet die Stadtverwaltung bis Mitte August.
Trotz der komplexen Anforderungen und der hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen kommt der Abriss zügig voran – ein Kraftakt, der nicht nur Bauleute, sondern auch Planer vor besondere Herausforderungen stellt.