Dresden – Der nächste große Schritt beim Rückbau der maroden Carolabrücke steht unmittelbar bevor. Ab Donnerstag, dem 12. Juni 2025, beginnt die Hentschke Bau GmbH mit dem kontrollierten Abriss der beiden verbliebenen Brückenzüge A und B. Der Fokus liegt zunächst auf dem mittleren Teil des Zuges A, der sich auf der Oberstromseite der Elbe befindet.
Ziel ist es, den Brückenzug gezielt auf vorbereitete Fallpolster in der Elbe abzulegen. Dafür wird die Tragkonstruktion systematisch geschwächt: Zwei Bagger – darunter ein 120-Tonnen-Langarmbagger mit 40-Meter-Ausleger – entfernen zunächst Asphalt und Konstruktionsbeton, legen die Spanndrähte frei und schneiden sie schließlich mit hydraulischen Scheren durch. Ein zweiter 70-Tonnen-Bagger ergänzt den Einsatz auf der Neustädter Seite.
Sobald Zug A gefallen ist, folgt Brückenzug B in ähnlicher Weise. Für die zügige Bergung stehen bis zu zehn weitere Bagger mit 30 bis 50 Tonnen Einsatzgewicht bereit. Die Trümmerteile werden zerkleinert, auf Lkws verladen und zunächst ans Ufer transportiert. Dort erfolgt die weitere Zerkleinerung zur Entsorgung. Insgesamt sind rund 20 bis 25 Mitarbeitende sowie fünf Lkws gleichzeitig im Einsatz.
Der genaue Zeitpunkt des Einsturzes kann witterungs- und spannungsbedingt nicht exakt vorhergesagt werden. Die Arbeiten sind für den 12. und 13. Juni geplant, können aber auch auf den 14. oder 15. Juni verschoben werden – jeweils im Zeitraum von 6 bis 20 Uhr. Auch für den Sonntag liegt eine Genehmigung vor.
Ab Montag, 16. Juni, wird das Material über den Elberadweg (Verlängerung Glacisstraße) abtransportiert. Über mögliche Einschränkungen wird die Stadt gesondert informieren.
Die spektakulären Arbeiten können online über den offiziellen Livestream mitverfolgt werden:
👉 LIVE: Abbruch der Carolabrücke Dresden – YouTube