Mi., 19.08.2026 , 13:20 Uhr

LAP und Knight Architects setzen sich knapp gegen FHECOR und TSSB durch

Carolabrücke: Begleitgremium kürt Favoriten

Das Begleitgremium empfiehlt LAP und Knight Architects für die weitere Planung der Carolabrücke. Die endgültige Entscheidung trifft der Dresdner Stadtrat.

Dresden - Im Verfahren um den Wiederaufbau der Dresdner Carolabrücke gibt es eine weitere wichtige Empfehlung. Das Begleitgremium hat sich am Dienstag, 18. August 2026, für das Planungsteam Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG (LAP) und Knight Architects ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung über die weitere Beauftragung liegt jedoch beim Dresdner Stadtrat.

Knappe Entscheidung zwischen zwei Planungsteams

Die Abstimmung im Begleitgremium fiel knapp aus. 14 Mitglieder votierten für LAP und Knight Architects, zwölf Stimmen entfielen auf das Planungsteam FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft.

Damit ergibt sich folgende Rangfolge der vier Entwürfe: Auf Platz eins stehen Leonhardt, Andrä und Partner gemeinsam mit Knight Architects. Dahinter folgen FHECOR Deutschland und TSSB. Den dritten Rang belegen das Ingenieurbüro GRASSL und gmp Architekten, auf Platz vier folgen Schüßler-Plan und DKFS.

In die Beratung des Begleitgremiums flossen sowohl die Empfehlung des Expertengremiums als auch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ein.

Vier Entwürfe seit Mai geprüft

Grundlage für die Entscheidung waren vier Entwürfe für den Wiederaufbau der Carolabrücke. Seit dem 26. Mai 2026 wurden die Vorschläge der verschiedenen Planungsteams fachlich geprüft, öffentlich vorgestellt und in unterschiedlichen Beteiligungsformaten diskutiert.

Das Begleitgremium begleitet den Planungsprozess beratend. Ihm gehören unter anderem alle im Dresdner Stadtrat vertretenen Fraktionen sowie Verkehrs-, Wirtschafts- und Umweltverbände und Kammern an. Hinweise des Gremiums waren bereits in die Ausschreibung eingeflossen.

Auch im weiteren Verlauf soll das Begleitgremium in die Planungen für den Wiederaufbau der Carolabrücke einbezogen werden.

Stadtrat entscheidet Anfang September

Die Empfehlung des Begleitgremiums ist noch keine endgültige Entscheidung. Die Einschätzung des Expertengremiums, die Ergebnisse von „carolaVOTE“ sowie die aktuelle Empfehlung werden nun dem Dresdner Stadtrat vorgelegt.

Dieser soll am Donnerstag, 3. September 2026, darüber entscheiden, welches Planungsteam mit der weiteren Planung für den Wiederaufbau der Carolabrücke beauftragt wird.

Nach dem Stadtratsbeschluss soll das ausgewählte Team Ende September 2026 mit der Planungsstufe 2 beginnen. Ziel ist es, Anfang 2027 einen genehmigungsreifen Entwurf vorzulegen. Dafür soll die bisherige Planung weiter konkretisiert und gegebenenfalls angepasst werden.

Baubeginn für Mai 2028 vorgesehen

Im Frühjahr 2027 soll das Ergebnis der weiteren Planung erneut dem Begleitgremium vorgestellt werden. Die Ausschreibung der eigentlichen Bauleistungen ist nach einem entsprechenden Stadtratsbeschluss für Anfang Oktober 2027 vorgesehen.

Der derzeitige Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten an der neuen Carolabrücke im Mai 2028 beginnen.