Fr., 04.09.2026 , 09:35 Uhr

Dresdner Stadtrat entscheidet sich für Siegerentwurf aus Bürgervotum

Carolabrücke: Stadtrat folgt Bürgervotum

Der Dresdner Stadtrat hat über den Neubau der Carolabrücke entschieden. Gewählt wurde der Entwurf, der zuvor auch beim Bürgervotum vorn lag.

Dresden - Der Dresdner Stadtrat hat eine Entscheidung über den Wiederaufbau der Carolabrücke getroffen. Eine Mehrheit der Stadträte stimmte am Donnerstagabend für den Entwurf, der zuvor bereits beim Bürgervotum die meisten Stimmen erhalten hatte. Damit steht fest, welche Variante Grundlage für die weitere Planung des Neubaus werden soll.

39 Stadträte stimmen für den Entwurf

Bei der Abstimmung im Stadtrat erhielt der ausgewählte Entwurf 39 Ja-Stimmen und 31 Nein-Stimmen. Geplant ist eine zeitgemäße und leichte Brücke, die zugleich klassische Elemente für das Dresdner Stadtbild aufgreifen soll.

Ein anderer Entwurf, der zuvor das Begleitgremium zum Wiederaufbau der Carolabrücke überzeugt hatte, setzte sich dagegen im Stadtrat nicht durch. Dieser Vorschlag stammte vom Planungsteam LAP und Knight Architects.

Mit der Entscheidung folgt der Stadtrat damit dem Ergebnis des vorausgegangenen Bürgervotums.

Genehmigungsreifer Entwurf soll 2027 vorliegen

Nach dem Beschluss beginnt nun die weitere Planung. Ziel ist es, Anfang 2027 einen genehmigungsreifen Entwurf für die neue Carolabrücke vorzulegen.

Die Ausschreibung der Bauleistungen ist für Anfang Oktober 2027 vorgesehen. Nach dem aktuellen Zeitplan soll der eigentliche Bau im Mai 2028 beginnen.

Die Fertigstellung der neuen Brücke ist für das Jahr 2031 geplant. Die Kosten für den Wiederaufbau werden auf bis zu 140 Millionen Euro veranschlagt.

Carolabrücke stürzte im September 2024 ein

Die bisherige Carolabrücke war in der Nacht zum 11. September 2024 teilweise eingestürzt. Bei dem Bauwerk handelte es sich um eine Spannbetonbrücke aus DDR-Zeiten.

Menschen wurden bei dem Einsturz nicht verletzt. Allerdings waren auch die beiden zunächst stehengebliebenen Brückenzüge so stark beschädigt, dass sie vollständig abgerissen werden mussten.

Als Ursache für den Einsturz gilt Korrosion. Sie führte nach den vorliegenden Erkenntnissen zum Versagen von Spanngliedern der Brückenkonstruktion.

Mit der Entscheidung des Stadtrates steht nun die Grundlage für die weitere Planung des Neubaus fest. Bis die neue Carolabrücke fertiggestellt werden soll, sind nach aktuellem Zeitplan noch mehrere Planungs-, Ausschreibungs- und Bauphasen notwendig.

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