So., 23.08.2026 , 18:19 Uhr

Caroline Pohle gewinnt Leipzig-Premiere - Lokalmatadorin triumphiert beim ersten Ironman 70.3.

Emotionaler Heimsieg bei der Premiere: Caroline Pohle hat den ersten Ironman 70.3 in Leipzig gewonnen. Die 30-Jährige von den Tristars Markkleeberg setzte sich am Sonntag über insgesamt 113 Kilometer durch und erreichte nach 3 Stunden, 53 Minuten und 42 Sekunden das Ziel in der Quarterback Immobilien Arena.

Für Pohle wurde der Erfolg vor heimischem Publikum zu einem besonderen Moment. Auf den letzten Metern nahm sie sich Zeit für die Zuschauer, klatschte mit Fans ab und überquerte unter Tränen die Ziellinie. Anschließend bezeichnete sie den Wettkampf als das schönste Rennen ihres Lebens.

Hirsch gewinnt bei den Männern, Bogen wird Zweiter

Bei den Männern ging der Sieg ebenfalls in die Region. Der für den SV Halle startende Wilhelm Hirsch erreichte das Ziel nach 3 Stunden, 30 Minuten und 59 Sekunden. Dabei musste er während des Rennens sogar einen technischen Rückschlag verkraften: Seine Fahrradkette sprang ab und Hirsch musste anhalten, bevor er wieder zur Spitzengruppe aufschließen konnte.

Der Leipziger Rico Bogen belegte mit zwei Minuten Rückstand den zweiten Platz. Auf der 90 Kilometer langen Radstrecke hatte er sich zunächst einen Vorsprung erarbeitet. Nach eigenen Angaben verlor Bogen allerdings einen Teil seiner Verpflegung und bekam beim abschließenden Halbmarathon zunehmend Probleme.

Auch seine Schwester Bianca Bogen erreichte bei den Frauen den zweiten Platz. Sie kam nach 4 Stunden, 5 Minuten und 6 Sekunden ins Ziel und lag damit nur sieben Sekunden vor der Drittplatzierten Brooke Gillies.

Rund 2.500 Athleten bei Leipziger Premiere

Der erste Ironman 70.3 Leipzig war am Sonntagmorgen um 8 Uhr am Cospudener See gestartet. Nach 1,9 Kilometern Schwimmen folgte eine 90 Kilometer lange Radstrecke durch das Leipziger Neuseenland. Zum Abschluss mussten die Teilnehmer einen Halbmarathon über 21,1 Kilometer zurücklegen. Das Ziel befand sich in der Quarterback Immobilien Arena.

Neben den Profis gingen rund 2.500 Amateursportler an den Start. Entlang der Strecke verfolgten zahlreiche Zuschauer die Premiere des Wettbewerbs.

Für den Leipziger Justus Töpper endete das Rennen dagegen mit einer Disqualifikation. Nach einer Blauen Karte wegen unerlaubten Windschattenfahrens hätte er eine Penalty-Box ansteuern müssen. Töpper ignorierte die Strafe nach eigenen Angaben bewusst, weil er gegen die Entscheidung Einspruch einlegen wollte. Dieser wurde später abgelehnt.