Eigentlich sollte Marla Svenja Liebich ihre Haft bereits in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz antreten. Doch die verurteilte Rechtsextremistin erschien nicht – nun wartet Chemnitz weiter auf eine mögliche Auslieferung aus Tschechien.
Liebich war im August 2025 zum Haftantritt in der JVA Chemnitz geladen, erschien dort jedoch nicht. Anschließend wurde zunächst deutschlandweit, später europaweit nach der 55-Jährigen gefahndet. Im April wurde sie schließlich im tschechischen Schönbach bei Asch festgenommen.
Ob Liebich nach Deutschland ausgeliefert und anschließend nach Chemnitz gebracht wird, ist weiterhin offen. Da sie ihre Auslieferung ablehnt, muss nun das Landgericht im tschechischen Pilsen entscheiden. Liebich wurde 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.