Dresden - Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter wirbt weiter für eine mögliche chinesische Beteiligung am VW-Standort Zwickau-Mosel. Im Sächsischen Landtag erklärte der SPD-Politiker, dass es dabei um eine Zusammenarbeit mit bestehenden Joint Ventures gehe, an denen Volkswagen bereits beteiligt ist.
Hintergrund ist die wachsende Präsenz chinesischer Autobauer auf dem europäischen Markt. Panter sprach sich dafür aus, diese Entwicklung realistisch einzuordnen. Chinesische Marken würden auf dem europäischen Markt weiterkommen und Fuß fassen. Sachsen solle damit pragmatisch umgehen und dafür sorgen, dass der Freistaat davon profitiere.
Panter betonte, China solle als Chance für Sachsen verstanden werden. Maßstab seien dabei die industrielle Zukunftsfähigkeit des Standortes und sichere Arbeitsplätze bei VW in Sachsen. Der Standort Zwickau-Mosel verfüge über hochqualifizierte Fachkräfte und industrielle Kompetenz, die erhalten werden müssten.
Der Wirtschaftsminister sieht in einer pragmatischen Industriepolitik einen Weg, die vorhandenen Strukturen weiterzuentwickeln und die Produktion abzusichern. Es sei besser, industrielle Kompetenz bei VW Sachsen weiterzuentwickeln, als Wertschöpfung zu verlieren.
Der VW-Standort in Zwickau-Mosel gilt als wichtiger Bestandteil der sächsischen Automobilindustrie. Die Debatte um mögliche Kooperationen mit chinesischen Partnern ist eng mit der Frage verbunden, wie industrielle Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten in Sachsen langfristig gesichert werden können.