Mi., 03.06.2026 , 11:09 Uhr

Fünf Personen leicht verletzt – 80 Einsatzkräfte vor Ort

Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen

Bei einem Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen wurden fünf Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Der Brand ist unter Kontrolle.

Dresden - Die Feuerwehr Dresden ist Dienstagabend bei einem Dachstuhlbrand im Stadtteil Söbrigen im Großeinsatz gewesen. Das Feuer war am 2. Juni 2026 gegen 22:12 Uhr in einem Wohnhaus an der Söbrigener Straße gemeldet worden.

Nach Angaben der Feuerwehr ging zunächst die Meldung über einen Hausbrand bei der Integrierten Regionalleitstelle Dresden ein. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Befürchtung, dass sich noch Personen im Gebäude befinden könnten. Als die nur wenige Minuten entfernte Stadtteilfeuerwehr Pillnitz an der Einsatzstelle eintraf, hatten die Bewohnerinnen und Bewohner das Haus jedoch bereits selbstständig verlassen.

Der Rettungsdienst versorgte eine fünfköpfige Familie im Alter von 10, 15, 37, 41 und 64 Jahren notärztlich. Aufgrund des Verdachts auf Rauchgasvergiftung wurden alle Betroffenen zur weiteren medizinischen Untersuchung in Dresdner Krankenhäuser transportiert.

Auch eine Katze konnte aus dem stark verrauchten Gebäude gerettet werden. Das Tier zeigte laut Feuerwehr Anzeichen einer Rauchgasexposition und wurde von den Einsatzkräften mit Sauerstoff versorgt.

Parallel zur medizinischen Versorgung begann die Feuerwehr mit umfangreichen Löscharbeiten. Mehrere Trupps unter Atemschutz kamen sowohl im Innen- als auch im Außenangriff zum Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr war die Dachhaut bereits großflächig durchgebrannt, sodass Hitze und Rauch nach außen entweichen konnten.

Über zwei Drehleitern öffneten die Einsatzkräfte die Dachdeckung, um versteckte Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen. Der Brand konnte inzwischen unter Kontrolle gebracht werden. Die Rauchentwicklung habe deutlich nachgelassen, teilte die Feuerwehr mit.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über Warn-Apps und soziale Netzwerke informiert. Für einen Umkreis von 500 Metern um die Einsatzstelle galt eine Gefahreninformation. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Trotz der reduzierten Rauchentwicklung gingen bei der Feuerwehr zahlreiche Hinweise ein, wonach Brandgeruch auch in anderen Dresdner Stadtteilen sowie auf der gegenüberliegenden Elbseite wahrnehmbar sei. Die Feuerwehr empfahl, bei Rauch- oder Geruchsbelästigung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Im Einsatz befanden sich rund 80 Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Striesen und Altstadt. Unterstützt wurden sie von mehreren Einheiten des Rettungsdienstes, dem B-Dienst, dem U-Dienst sowie den Stadtteilfeuerwehren Pillnitz, Pappritz und Bühlau.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Söbrigener Straße blieb für die Dauer der Einsatzmaßnahmen voll gesperrt.