Sachsen hat sich binnen weniger Jahre von einem „Gebiet mit Imageproblemen“ zu einem attraktiven Immobilienstandort entwickelt. Insbesondere Dresden und Leipzig boomen, da die beiden Städte eine große Anzahl an jungen Menschen aus allen Teilen des Landes anziehen. Überraschend ist das nicht, denn mit deren recht starken und stabilen Arbeitsmarkt, der hohen Lebensqualität und der wachsenden Infrastruktur, haben sie eine Menge zu bieten. Das gilt auch zunehmend für andere Regionen in Sachsen, weswegen sich viele Immobilienbesitzer überlegen, ihr Haus oder ihre Wohnung gewinnbringend zu verkaufen. Nur fällt beim Verkauf über einen Makler der eigene Gewinn dabei etwas schmaler aus. Ist es denn vielleicht auch möglich, einen Verkauf auch ganz auf eigene Faust zu organisieren?
Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Immobilienportalen, auf denen jeder in wenigen Schritten seine Immobilie selbst inserieren kann. Dienstleister wie zum Beispiel „ohne-makler.net“ ermöglichen es dem Hauseigentümer sogar, sein Hausverkaufsinserat gleichzeitig auf vielen Immobilienangebotsplattformen gleichzeitig zu veröffentlichen. Damit lassen sich auch die eigenen Immobilien professionell verkaufen, ohne dass ein nicht zu bewältigender Aufwand für den Nichtinsider entstünde. Da die meisten Regionen in Sachsen in den letzten Jahren, wie eingangs schon erwähnt, einen Popularitätsschub erfahren haben, gibt es aktuell auch viele Mitbewerber im Verkaufsmarkt, die natürlich ebenfalls ihre Objekte zu einem attraktiven Preis veräußern möchten. Infolgedessen ist es gar nicht so einfach, einen guten Preis zu erzielen, zumindest muss man sich einfach etwas Mühe geben, sich von allen anderen Angeboten ein Stück weit abzuheben. Als Erstes muss die Qualität des eigenen Verkaufsinserats überzeugen. Das Inserat ist schließlich der erste Kontakt, eine Art Visitenkarte, die das eigene Haus in ihrem besten Licht präsentiert. Hierfür braucht es neben einer ansprechenden und aufmerksamkeitserregende Beschreibung des Objektes auch qualitativ hochwertige Bilder sowie eine möglichst detaillierte Vita zum Haus mit allen relevanten Baumaßnahmen der letzten 20 Jahre.
Ganz „ohne-makler“ ist es vielen privaten Anbietern meist doch etwas zu stressig, zumal der Verkauf eines Hauses eine recht komplexe Angelegenheit ist. Also haben sich Dienstleister, wie in unserem Beispiel schon beschrieben, eine Art Servicestaffel erdacht, wo es zu verschiedenen Kontingentfestpreisen auch unterschiedliche Dienstleistungspakete auszuwählen gibt. So kann man auf Wunsch auch einen Berater in den Verkaufsprozess mit einbeziehen, der in einigen Teilen der Verkaufsplanung zu einem gewissen Grad die Rolle eines Maklers einnimmt. Er kann beispielsweise herangezogen werden, um überhaupt erst einmal eine erste individuelle Strategie für den Hausverkauf zu entwickeln. Man kann auch bei Interesse auch noch einen drauflegen, denn bei dem „Full-Service-Paket“, bleiben wir gleich bei unserem Beispiel „ohne-makler“, was bei diesem Dienstleister sozusagen das „Rundum-sorglos-Paket“ ist, sind bereits sämtliche Leistungen wie Dokumentenprüfung, Inseratsstreuung und eine Immobilienwertermittlung im Angebot schon mit enthalten.
Das würde bedeuten, dass dem Verkäufer ein nicht unerheblicher Teil des administrativen Kleinklein hier abgenommen wird und er müsste sich erst einmal um nichts weiter kümmern. Allerdings handelt es sich um einen Festpreis und nicht um eine prozentuale Provision. Der Anbieter nimmt dafür einen recht überschaubaren Preis dafür, wo dem Verkäufer aber dafür keine zusätzlichen Maklerprovisionen mehr erwarten können. Die Kosten für den Hausverkauf fallen so natürlich viel geringer aus, ohne dass an der Qualität der Betreuung des Hausverkaufs augenscheinlich gespart wird. Der Punkt geht also mit hoher Wahrscheinlichkeit an das Alternativangebot zum Makler, sofern dies in der Praxis auch diese Umsetzung erfährt, denn es bliebe mit großer Wahrscheinlichkeit mehr vom erzielten Preis beim ehemaligen Hauseigentümer übrig.
Der Hauptgrund für die Kosten bei Beauftragung eines Maklers, ist die Art der Vergütung. Statt eines Pauschalpreises verdient der Makler bei erfolgreicher Vermittlung einen prozentualen Anteil vom Gesamtwert der Immobilie. Die Höhe der Maklerprovision hängt von dem jeweiligen Bundesland ab, aber kann bis zu 7,14 Prozent betragen. Das ist ein sehr hoher Betrag. Zur Verdeutlichung: Beim Verkauf einer Immobilie im Wert von 500.000 Euro würde der Makler ganze 35.700 Euro bekommen. Wenn wir davon ausgehen, dass unser Gewinn bei um die 100.000 Euro liegen würde, sind das ungefähr 35,7 Prozent des Gewinns – also mehr als ein Drittel. Ein Festpreis ist daher in den meisten Fällen weit kosteneffizienter.