Dresden - Nach dem sogenannten "Handygipfel" im August 2025 hat das Sächsisches Staatsministerium für Kultus die private Nutzung mobiler Endgeräte an Grundschulen untersagt. Das Verbot gilt landesweit ab dem kommenden Schulhalbjahr und sieht pädagogische sowie medizinische Ausnahmen vor. Ziel ist es, den Schulalltag altersgerecht zu gestalten und mögliche negative Auswirkungen intensiver Mediennutzung zu begrenzen.
Mit der Entscheidung ist die Diskussion um digitale Medien im Schulkontext jedoch nicht abgeschlossen. Insbesondere an weiterführenden Schulen stellt sich die Frage, welche Rolle Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte künftig spielen sollen. Dabei geht es sowohl um klare Regeln als auch um die Förderung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern.
Im Mittelpunkt dieser Debatte steht der Fachtag Medienpädagogik am 21. Januar 2026. Dort kommen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, pädagogischer Praxis und Bildungsverwaltung zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven für den Umgang mit digitalen Medien in Schulen zu entwickeln. Diskutiert werden Ansätze, die ab dem Schuljahr 2026/27 in der Praxis Wirkung entfalten könnten.
Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Kinder und Jugendliche lernen können, digitale Medien kompetent, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Neben schulischen Konzepten spielen auch das Elternhaus sowie ergänzende Unterstützungsangebote eine Rolle.
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens unterstreicht die Bedeutung eines ausgewogenen Ansatzes. Digitale Medien prägten den Alltag junger Menschen sowohl in der Schule als auch im privaten Umfeld. Aufgabe der Bildungspolitik sei es daher, klare Rahmenbedingungen zu schaffen und zugleich Medienbildung zu stärken, die alle Beteiligten einbezieht.
Mit dem Fachtag soll ein weiterer Schritt unternommen werden, um den Dialog fortzusetzen und tragfähige Lösungen für den schulischen Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln. Ergebnisse der Gespräche könnten künftig in landesweite Konzepte einfließen.