Di., 26.08.2025 , 09:55 Uhr

Bündnis protestiert am 31. August gegen drohende Kürzungen im ÖPNV.

Demo auf Marienbrücke: Dresden wehrt sich!

Dresdens Nahverkehr bleibt bedroht: Am 31. August ruft das Bündnis „Mobilität für alle“ zur Demo auf der Marienbrücke auf – für einen attraktiven und starken ÖPNV.

Dresden - Über 180 Millionen Fahrgäste nutzten 2024 die Angebote des Dresdner Nahverkehrs. Doch trotz dieser starken Nachfrage steht das System weiterhin unter Druck. Nach den zum Jahreswechsel bekannt gewordenen Kürzungsplänen regte sich massiver Protest: Mit 40.000 Unterschriften wurde die erfolgreichste Petition der vergangenen Jahre eingereicht, flankiert von Bürgerbegehren und zahlreichen Kundgebungen. Viele Dresdnerinnen und Dresdner machten deutlich, dass sie die geplanten Einsparungen nicht hinnehmen wollen.

Die Politik reagierte teilweise: Statt drastischer Kürzungen wurden die Maßnahmen abgeschwächt. Gleichzeitig erhielt die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) den Auftrag, ihr Netz effizienter zu gestalten. Kritiker sehen hier jedoch eine Schieflage. „Während Einschränkungen vorbereitet werden, wurde die vergleichsweise einfache Einrichtung einer Straßenbahnspur auf der Marienbrücke nicht umgesetzt. Auch die dringend nötige Erneuerung der Busflotte wird weiter verschoben“, erklärt Michael Koch, Sprecher des Bündnisses „Mobilität für alle“.

Um ihrer Forderung nach einem zukunftsfähigen Nahverkehr Nachdruck zu verleihen, ruft das Bündnis am Sonntag, den 31. August, zu einer Demonstration auf. Ab 17 Uhr soll auf der Marienbrücke eine Menschenkette gebildet werden. Die Aktion symbolisiert, dass der ÖPNV nicht weiter unter Kürzungen und Benachteiligungen leiden darf. Treffpunkt ist die Grünfläche am Brückenkopf auf der Neustadtseite, Ecke Antonstraße/Kleine Marienbrücke.

Das Bündnis „Mobilität für alle“ vereint zahlreiche Organisationen, Verbände und Initiativen aus der Dresdner Stadtgesellschaft. Darunter sind u. a. Fridays for Future Dresden, der Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Verdi Dresden sowie verschiedene Hochschulvertretungen. Auch politische Parteien wie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE, die SPD und die Piratenpartei unterstützen die Initiative. Ziel ist eine gerechte, nachhaltige und leistungsfähige Mobilität für alle Dresdnerinnen und Dresdner.