Sachsen ist einerseits unsere Heimat, bietet aber auch genug spannende Ziele für alle, die ihr Bundesland näher kennenlernen möchten. Ob winterliches Flair in Dresden, studentisches Leben in Leipzig oder die stille Romantik von Meißen – jedes Ziel erzählt seine eigene Geschichte.
Auch abseits der bekannten Pfade, wie in Bautzen oder Görlitz, warten architektonische Schätze und spannende Kapitel der Zeitgeschichte darauf, erkundet zu werden. Zeit also, den Blick einmal nicht in die Ferne, sondern auf die eigene Heimat zu richten.
Ein Winterausflug in die Landeshauptstadt Dresden ist für Liebhaber der kalten Jahreszeit ein Muss. Zu dieser Zeit sind nicht nur hochwertige Koffer günstig zu haben und Bahntickets nicht mehr so teuer. Die Stadt wird spätestens mit dem ersten Schnee auch zum echten Wintermärchen.
In der historischen Altstadt lockt der weltberühmte Striezelmarkt und überall riecht es anheimelnd nach Christstollen, Glühwein und mehr. Es gibt jede Menge kunsthandwerkliche Schätze aus dem Erzgebirge zu entdecken und auch der Bummel entlang des Elbufers lohnt sich.
Natürlich ist Dresden auch zu jeder anderen Jahreszeit sehenswert, doch gerade nach einem heißen Sommer ist der Winter sehr gefragt.
Auch Leipzig ist als traditionelle und trotzdem lebensfröhliche Ost-Metropole einen Besuch wert. Hier gibt es einige Klassiker wie das große Völkerschlachtdenkmal zu entdecken, das jeder Bewohner des Freistaats kennen sollte. Von der Aussichtsplattform genießt man einen weiten Blick über die gesamte Stadt und erkennt sofort, dass es hier auch grüne Orte gibt.
Im Sommer laden Locations wie der Clara Zetkin-Park ein, im Herbst fällt hier das Laub und die Kinder können Kastanien sammeln. Auch für junge Sachsen ist Leipzig ein Muss, denn die Kunst- und Studi-Szene ist lebhaft unterwegs.
Nur wenige Kilometer elbaufwärts empfängt die malerische Porzellanstadt Meißen ihre Besucher mit Hang zur Romantik. Die über der Elbe thronende Albrechtsburg ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, doch auch der Dom muss zumindest einmal auf der Bucketlist stehen.
Viele verwinkelte Gassen warten auf die Besucher, die altdeutsche Innenstadt ist heute noch ein geschichtliches Erbe. Abends warten die Weinstuben entlang der Elbhänge auf Gäste, meist handelt es sich um Einheimische, denn der Tourismus ist im kleinen Städtchen nicht so stark geprägt wie in Dresden und Leipzig.
Schon gewusst? Ganz nebenbei gehört Meißen natürlich schon aufgrund der Porzellanmanufaktur zu einem der sehenswertesten Orte in ganz Sachsen.
Das kulturelle Zentrum der Oberlausitz hat eine mehr als tausendjährige Geschichte und viele Traditionen etabliert. Die Kulisse mit den vielen erhaltenen Türmen dominiert das Stadtbild.
Bautzen steht als Stadt für die Vermischung von sorbischer und deutscher Kultur, viele Straßenschilder sind zweisprachig gestaltet, viele Brauchtümer stammen aus kultureller Vergangenheit.
Doch Bautzen bringt auch eine schwere Vergangenheit mit sich, die Gedenkstätten helfen dabei, die dunklen Kapitel aufzuarbeiten und verschiedene Epochen der Zeitgeschichte noch einmal zu durchleben. Die historische Stadtmauer ist bei einem Besuch in Bautzen unbedingt ein Muss.
Obwohl Görlitz als architektonisches Highlight gilt, wird die Stadt als Reiseziel in Sachsen nur selten erwähnt. Die östlichste Stadt Deutschlands wurde im Krieg kaum zerstört, was bis heute über 4.000 restaurierte Baudenkmäler aus Zeiten von Barock, Renaissance, Gotik und Gründerzeit geschaffen hat.
Nicht ohne Grund dient die Kulisse in Görlitz regelmäßig als Place to be für internationale Hollywood-Produktionen. Und wer möchte, kann über die Altstadtbrücke ins polnische Zgorzelec spazieren und die europäischen Nachbarn kennenlernen.