Mi., 07.10.2026 , 11:48 Uhr

Von Auensee bis Leipziger Osten: Das sind Leipzigs unterschätzte Orte

Diese Leipziger Orte kennen viel zu wenige

Grünau, Rosental, Südfriedhof, Botanischer Garten oder Leipziger Osten: Zwischen Natur, Kultur und Stadtvierteln gibt es in Leipzig viele unterschätzte Orte. Welche mehr Aufmerksamkeit verdienen, zeigt eine aktuelle Befragung.

Leipzig ist mehr als Innenstadt und Clara-Zetkin-Park

Wo hält man sich in Leipzig besonders gern auf? Und welche Orte der Stadt stehen viel zu selten im Mittelpunkt? Gerade abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es Viertel, Parks, Kulturorte und grüne Rückzugsräume, die für viele Leipziger zum Leben in der Stadt dazugehören. Eine aktuelle Befragung des Leipzig-Panels von O.trendGroup zeigt nun, wie die Menschen den öffentlichen Raum wahrnehmen und welche Orte ihrer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Das Ergebnis aus 289 Befragten zeigt vor allem eines: Den einen großen Geheimtipp für Leipzig gibt es offenbar nicht. Stattdessen verteilen sich die Antworten auf eine bemerkenswert große Zahl unterschiedlicher Orte.

156 verschiedene Antworten auf Leipzigs „Geheimtipps“

Auf die offene Frage „Welcher Ort in Leipzig bekommt in Ihren Augen wenig Aufmerksamkeit, sollte aber mehr Menschen bekannt sein?“ wurden insgesamt 156 unterschiedliche normalisierte Nennungen ausgewertet. Kein einzelner Ort dominiert dabei die Antworten.

Genannt wurden beispielsweise Grünau, der Auensee, der Leipziger Auwald, Plagwitz, der Stünzer Park und Leutzsch. Aber auch der Südfriedhof, Paunsdorf, der Wildpark Leipzig und das Rosental tauchen unter den Antworten auf.

Hinzu kommen klassische Kultur- und Ausflugsorte wie der Botanische Garten Leipzig, das Mendelssohn-Haus oder die Oper Leipzig. Auch ganze Stadtgebiete wie der Leipziger Osten und Lindenau wurden genannt.

Die große Bandbreite macht deutlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung der Stadt ist. Während für den einen ein Park als unterschätzt gilt, sehen andere gerade in einzelnen Stadtteilen oder kulturellen Einrichtungen Orte, die stärker in den Fokus rücken sollten.

Wichtig bei der Einordnung: Bei dieser Frage handelte es sich um eine offene Befragung. Die aufgeführten Or

Die große Mehrheit hält sich gern im öffentlichen Raum auf

Gleichzeitig zeigt die Befragung eine grundsätzlich hohe Zufriedenheit mit Leipzigs öffentlichen Räumen. 78 Prozent der Befragten geben an, sich sehr gern oder gern im öffentlichen Raum der Stadt aufzuhalten.

Gefragt wurde dabei ausdrücklich nicht nur nach Parks oder Plätzen. Zum öffentlichen Raum zählten in der Befragung beispielsweise auch Straßen, Cafés und andere öffentlich zugängliche Orte.

Damit wird deutlich: Der öffentliche Raum ist für einen großen Teil der Leipziger ein wichtiger Bestandteil des Stadtlebens. Parks, Straßen, Plätze und Treffpunkte werden nicht nur als Wege zwischen verschiedenen Zielen genutzt, sondern als Orte für Freizeit, Begegnungen und Erholung.

Leipzig lebt von der Vielfalt seiner Orte

Die Ergebnisse zeichnen damit ein vielseitiges Bild der Stadt. Einerseits fühlt sich eine deutliche Mehrheit gern in Leipzigs öffentlichen Räumen auf. Andererseits zeigt die enorme Zahl unterschiedlicher Antworten, dass Aufmerksamkeit und Bekanntheit innerhalb der Stadt sehr unterschiedlich verteilt sind.

Der nächste Leipziger Lieblingsort muss also nicht zwangsläufig im Zentrum liegen. Manchmal findet er sich im Auwald, auf einem Friedhof, in einem vermeintlich unscheinbaren Stadtteil oder an einem Ort, an dem man bislang vielleicht einfach vorbeigegangen ist.