Dresden – In der Nacht zum Sonntag ist die Feuerwehr Dresden zu einem Brand in einem Wohn- und Apartmenthaus an der Annenstraße in der Wilsdruffer Vorstadt ausgerückt. Zunächst war der Integrierten Regionalleitstelle die Auslösung einer Brandmeldeanlage gemeldet worden. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Aus dem Bereich der Tiefgarage drang Rauch.
Einsatzkräfte bauten umgehend einen Löschangriff über die Zufahrt der Tiefgarage auf. Unter Atemschutz gingen Feuerwehrleute zur Erkundung in das Untergeschoss vor. Dort war die Rauchentwicklung so massiv, dass die Sicht zeitweise selbst auf kurze Distanz stark eingeschränkt war.
Der Brandherd wurde schließlich in einem Raum mit mehreren Abstellboxen entdeckt. Das Feuer selbst konnte relativ schnell gelöscht werden. Der Rauch hatte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits in der gesamten Tiefgarage und in weitere Bereiche des Gebäudekomplexes ausgebreitet. Betroffen waren unter anderem vier Treppenräume. Auch in eine benachbarte Boulderhalle war erheblich Rauch eingedrungen. In mehreren Wohnungen lösten Heimrauchmelder aus.
Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Die Entrauchung gestaltete sich jedoch schwierig, weil die maschinelle Entrauchung der Tiefgarage nicht funktionierte. Deshalb forderte die Feuerwehr weitere Kräfte und Spezialtechnik nach. Zum Einsatz kamen unter anderem ein Abrollbehälter Lüfter sowie ein Löschunterstützungsfahrzeug, kurz LUF. Das ferngesteuerte Kettenfahrzeug unterstützte die Einsatzkräfte mit einem leistungsstarken Lüfter.
Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden zwischenzeitlich in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe sowie in der Lobby eines benachbarten Hotels untergebracht. Mittlerweile konnten sie laut Feuerwehr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Stadtteilfeuerwehren Gorbitz und Kaitz im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.