Fr., 08.08.2025 , 13:21 Uhr

Neue Präventionsmaßnahmen sollen die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke eindämmen

Dresden startet Anti-Tigermücken-Kampagne an der Elbe

Dresden - Die Stadt Dresden startet ein umfangreiches Programm zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Die aggressive Mücke, die durch ihren auffälligen schwarz-weißen Körper leicht zu erkennen ist, kann gefährliche Krankheiten wie Dengue-, Zika- und Chikungunya-Viren übertragen. Besonders im Stadtteil Äußere Neustadt häuft sich das Auftreten der Mücke, weshalb dort ab Montag, 11. August 2025, präventive Maßnahmen eingeleitet werden.

Das Gesundheitsamt von Dresden und die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit einer Fachfirma aus Nürnberg, die über umfangreiche Erfahrung in der Schädlingsbekämpfung verfügt. Ziel ist es, das Ausmaß der Tigermückenpopulation zu messen und deren Ausbreitung durch präventive Maßnahmen zu verhindern. Ein wichtiger Schritt in diesem Zusammenhang sind die Mückenfallen, die ab Montag in der Äußeren Neustadt rund um die Tannenstraße aufgestellt werden.

Die Anwohner werden aufgefordert, alle möglichen Brutstätten in ihren Gärten und auf Balkonen zu beseitigen. Regenwasserauffangbehälter wie Regentonnen sollen mit einem Netz oder Deckel verschlossen werden, um die Mückenpopulation zu verringern. Die Stadt stellt zudem Informationen zur Identifizierung von Tigermücken und zur Beseitigung von Brutstätten bereit, um den Bürgern zu helfen, aktiv mitwirken zu können. Verdächtige Mückenfunde sollten per Foto dokumentiert und der LUA gemeldet werden.

Die Asiatische Tigermücke ist besonders gefährlich, weil sie nicht nur in der Dämmerung, sondern auch tagsüber sticht. Die Tiere breiten sich zunehmend weltweit aus und wurden erstmals im vergangenen Jahr in Dresden nachgewiesen. Die Bevölkerung wird daher dringend aufgefordert, in den kommenden Wochen aufmerksam zu bleiben und die Maßnahmen zur Prävention ernst zu nehmen.