Sa., 17.01.2026 , 09:47 Uhr

KI und neue Strukturen sollen Behörden entlasten

Dresden: Verwaltungschef fordert radikale Staatsreform

Dresden steht vor großen Veränderungen in der Verwaltung. Landesdirektions-Präsident Béla Bélafi fordert mehr Freiräume für Kommunen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi, sieht die Zeit reif für eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform. „Wir haben eine Großwetterlage, die eine tiefgreifende Staatsmodernisierung ermöglicht“, sagte Bélafi im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Schwierige Zeiten böten auch Chancen für strukturelle Veränderungen.

Nach Informationen von Sachsen Fernsehen sollen Kommunen künftig mehr Gestaltungsfreiheit erhalten. Gleichzeitig könnten Aufgaben stärker gebündelt werden. Nicht jede Behörde müsse alles selbst regeln, erklärte Bélafi. Details zu einem Vorschlagskatalog der Landräte wollte er noch nicht nennen.

Ein zentrales Thema sei außerdem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Besonders bei aufwendigen Genehmigungsverfahren könne KI helfen, Einwendungen zu bündeln und auszuwerten. „Das wird aktuell noch alles händisch gemacht – hier kann KI enorme Entlastung bringen“, so Bélafi.

Auch für Großansiedlungen soll es künftig nur noch einen zentralen Ansprechpartner geben. Als Beispiel nannte der Verwaltungschef das Verfahren für GlobalFoundries, das in nur vier Monaten abgeschlossen worden sei – ein bundesweit einmaliger Vorgang, wie Bélafi betonte.

Langfristig müsse sich die Verwaltung auf weniger Personal einstellen. „Was wir heute an Strukturen haben, wird es in 15 Jahren so nicht mehr geben“, sagte Bélafi. Ziel sei eine effizientere, modernere Verwaltung für die Zukunft.