Mi., 18.06.2025 , 11:29 Uhr

Ersatzneubau mit vierspuriger Brücke soll schnellstmöglich umgesetzt werden

Dresdner Handwerk und Industrie fordern schnellen 4-spurigen Ersatzneubau der Carolabrücke

Die Handwerkskammer Dresden drängt vor der Stadtratssitzung auf einen schnellen Ersatzneubau der Carolabrücke. Ein vierspuriger Neubau ohne Verzögerungen ist essenziell für die Stadt.

Dresden – Die Handwerkskammer Dresden setzt sich vehement für den Ersatzneubau der Carolabrücke ein. Vor der entscheidenden Stadtratssitzung am 19. Juni 2025 drängt der Präsident der Kammer, Jörg Dittrich, darauf, dass der Neubau zügig vorangetrieben wird. „Die Carolabrücke ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Dresdens. Es ist entscheidend, dass sie so schnell wie möglich wieder befahrbar ist“, erklärt Dittrich. Die Kammer fordert die Stadtverwaltung und den Stadtrat auf, auf einen schnellen und effizienten Plan zu setzen, der keine unnötigen Verzögerungen wie aufwändige Genehmigungsverfahren mit sich bringt.

Vier Fahrspuren für den Ersatzbau seien dabei die optimale Lösung, um die Mobilität der Stadt schnell wiederherzustellen. „Eine leistungsfähige Brücke mit vier Fahrspuren ist für den Verkehrsfluss und für Unternehmen unerlässlich. Wenn Handwerker im Stau stehen, können sie nicht arbeiten. Eine funktionierende Infrastruktur ist Voraussetzung für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung“, so Dittrich.

Die Sperrung der Carolabrücke nach dem Teileinsturz am 11. September 2024 hat zu massiven Verkehrseinschränkungen geführt. Seitdem müssen Autofahrer kilometerlange Staus und Umwege in Kauf nehmen, was die Wirtschaft erheblich belastet. Besonders betroffen sind Unternehmen und Pendler, die auf eine schnelle Wiederherstellung der Brücke angewiesen sind.

In einer kürzlich abgehaltenen Sitzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden wurde erneut das Votum für einen vierspurigen Neubau bekräftigt. Die IHK fordert den Stadtrat auf, sich der Entscheidung des Bauausschusses anzuschließen und die Vierspurigkeit der Brücke sicherzustellen. Der Appell richtet sich an die Stadtverwaltung und den Stadtrat, eine funktionierende, belastbare und zukunftssichere Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten.

Besondere Besorgnis ruft bei der IHK der Vorschlag der Stadtverwaltung hervor, die Fahrspuren der Marienbrücke zu reduzieren. Solche Überlegungen würden die bereits heute belastete Verkehrssituation in Dresden völlig verkennen und könnten die angespannte Lage weiter verschärfen.

Der Ersatzneubau der Carolabrücke ist somit nicht nur eine Frage der Verkehrsinfrastruktur, sondern auch eine der wirtschaftlichen Stabilität der Landeshauptstadt. Die Handwerkskammer fordert daher, dass die Stadtverwaltung ihre Verantwortung wahrnimmt, den Neubau zügig und ohne unnötige Verzögerungen umzusetzen.