Fr., 15.05.2026 , 08:00 Uhr

Internationaler Museumstag mit freiem Eintritt und Sonderprogramm

Dresdner Museen öffnen am 17. Mai

Am 17. Mai laden Dresdner Museen zum Internationalen Museumstag ein. Viele Häuser bieten freien Eintritt, Führungen und Gespräche. Auch das Kleingärtnermuseum in Leipzig macht mit.

Dresden/Leipzig - Am Sonntag, 17. Mai 2026, beteiligt sich Dresden mit mehreren Museen am Internationalen Museumstag. Der bundesweite Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Museums uniting a divided world“ und soll auf die gesellschaftliche Bedeutung von Museen aufmerksam machen.

Die Museen der Stadt Dresden öffnen an diesem Tag bei freiem Eintritt ihre Ausstellungen. Dazu gehören unter anderem das Stadtmuseum, die Städtische Galerie, die Technischen Sammlungen, das Leonhardi-Museum, das Kraszewski-Museum, das Kügelgenhaus, das Palitzsch-Museum und das Schillerhäuschen.

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch bezeichnet Dresdens Museen als Orte der Begegnung, Forschung und Inspiration. Der Museumstag biete die Möglichkeit, die Vielfalt der Häuser zu erleben und aktuelle Ausstellungen zu entdecken.

Im Stadtmuseum Dresden werden um 11, 14 und 16 Uhr kostenlose Führungen durch die Sonderausstellung „PLATTE OST/WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise“ angeboten. Um 14 Uhr findet außerdem ein Kuratorengespräch zur Entstehung und Bedeutung der Tora im TACHELES-Jahr statt.

Das Kügelgenhaus lädt ab 10 Uhr zu einem Symposium über die Schwarze Romantik ein. Im Kraszewski-Museum beginnt um 15 Uhr eine Präsentation zu den früheren Dreharbeiten der Sachsen-Trilogie „Gräfin Cosel“ und „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ in der Region Dresden. Dabei sollen Einblicke in die DEFA-Produktion gegeben werden.

Auch das Deutsche Hygiene-Museum Dresden beteiligt sich mit freiem Eintritt und mehreren Gesprächs- und Führungsangeboten. Im Beauty-Talk geht es durch das neue Studio „Bin ich schön!“ der Dauerausstellung. In der Führung durch „Wie geht’s? – Die Ausstellung über mentale Gesundheit“ berichten Menschen von ihren psychischen Herausforderungen. In der Ausstellung „Freiheit. Eine unvollendete Geschichte“ können Besucher mit Angehörigen migrantischer Communities über deren Perspektiven auf Dresden ins Gespräch kommen.

Ergänzt wird das Programm im Deutschen Hygiene-Museum durch eine Architekturführung mit Übersetzung in Gebärdensprache sowie ein offenes Mitmach-Experiment im HY!-Community Raum. Museumsdirektorin Dr. Iris Edenheiser betont, dass der Museumstag dazu einlade, Ausstellungen gemeinsam mit Menschen zu entdecken, die an ihnen mitgewirkt haben. So könnten neue Perspektiven auf Themen wie mentale Gesundheit, Schönheitsideale oder Freiheitsvorstellungen entstehen.

In Leipzig öffnet das  Deutsche Kleingärtnermuseum anlässlich des Museumstags bereits vor dem eigentlichen Saisonstart seine Türen und Gartentore. Zwischen 14 und 18 Uhr können die Dauer- und Sonderausstellung sowie die drei Schaugärten besichtigt werden. Für den Eintritt gelten ermäßigte Sonderpreise: 3 Euro regulär, 2 Euro ermäßigt, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Zusätzlich wird im Außenbereich eine Pflanzenbörse angeboten. Dort können Jungpflanzen für Beet und Balkon aus museumseigenem Anbau gegen eine Spende ausgesucht werden.

Ziel des Internationalen Museumstags ist es, Museen als Orte des kulturellen Austauschs, der Bildung und des gesellschaftlichen Dialogs sichtbar zu machen. Sie bewahren Kulturgüter, fördern Wissen und bieten Raum für Begegnung, Vielfalt und Verständigung.