Dresden – Mit einer eindrucksvollen Verbindung aus Musik und Fotografie hat die Dresdner Philharmonie am Freitag im Kulturpalast ein Zeichen für den Natur- und Klimaschutz gesetzt.
Das Projekt „Amazônia“ widmet sich dem Amazonas-Regenwald und wurde vom Publikum mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen gefeiert.
Unter der Leitung der italienisch-brasilianischen Dirigentin Simone Menezes präsentierte das Orchester Werke brasilianischer und internationaler Komponisten. Auf dem Programm standen unter anderem Auszüge aus den „Bachianas Brasileiras“ und dem sinfonischen Oratorium „Floresta do Amazonas“ des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos sowie Musik aus „Águas da Amazonia“ von Philip Glass.
Begleitet wurde das Konzert von großformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Seine Bilder zeigen die Schönheit und Vielfalt des Amazonasgebietes, machen aber zugleich auf dessen Bedrohung aufmerksam.
Salgado hatte sich zeitlebens für den Schutz der Natur eingesetzt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau gründete er Ende der 1990er-Jahre ein Wiederaufforstungsprojekt in Brasilien. Auf Flächen, die zuvor abgeholzt worden waren, entstanden durch die Pflanzung von Millionen Bäumen neue Waldgebiete und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Das Projekt „Amazônia“ verbindet Musik und Fotografie zu einem Gesamtkunstwerk. Für die Aufführung entwickelte Dirigentin Menezes aus Werken von Villa-Lobos eine Suite für großes Orchester und Sopran. Die Gesangspartien übernahm die brasilianische Sopranistin Camila Provenzale.
Die Idee, Fotografien und Musik miteinander zu verbinden, geht auf Salgado selbst zurück. Nach der Premiere in Paris wurde das Projekt bereits in mehreren europäischen Städten gezeigt. Auch in Dresden traf die Aufführung auf große Resonanz und bewegte das Publikum sichtbar.