Di., 11.08.2026 , 14:17 Uhr

DFB-Strafe vorerst ausgesetzt – Schiedsgericht entscheidet später

Dynamo darf K-Block zum Heimauftakt öffnen

Dynamo Dresden darf zum Heimspiel gegen Darmstadt die Blöcke K1 bis K5 öffnen. Die Vollstreckung der DFB-Strafe wurde vorerst ausgesetzt.

Dresden - Dynamo Dresden kann beim ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison Zuschauer in den K-Block lassen. Der Verein war mit einer Klage beim Ständigen Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes gegen ein Urteil des DFB-Bundesgerichts erfolgreich.

Damit dürfen beim Heimspiel gegen Darmstadt 98 am Sonntag um 13.30 Uhr die Blöcke K1 bis K5 geöffnet werden, wie Dynamo Dresden mitteilte. Die Vollstreckung der zuvor verhängten Strafe wurde ausgesetzt.

Teilausschluss nach Vorfällen gegen Hertha BSC

Hintergrund sind schwere Vorfälle beim Heimspiel gegen Hertha BSC am 4. April. Das DFB-Sportgericht hatte anschließend beide Vereine mit hohen Geldstrafen belegt.

Gegen Dynamo Dresden wurde zusätzlich ein Teilausschluss der Zuschauer für zwei Heimspiele verhängt. Die zweite Partie wurde dabei bis Sommer 2027 zur Bewährung ausgesetzt.

Von dem Teilausschluss wären rund 9.500 Zuschauer betroffen gewesen.

Dynamo wehrte sich gegen Urteil

Dynamo Dresden wertete den Teilausschluss als Kollektivstrafe und legte Einspruch ein. Sowohl das DFB-Sportgericht als auch das DFB-Bundesgericht wiesen die Einsprüche jedoch zurück.

Daraufhin zog der Verein vor das Ständige Schiedsgericht. Dieses setzte die Vollstreckung der Strafe nun zunächst aus.

Nach Angaben von Dynamo soll das eigentliche Verfahren voraussichtlich im Herbst durchgeführt werden.

27 pyrotechnische Gegenstände gezündet

Grund für die ursprüngliche Strafe waren die Ereignisse beim Spiel gegen Hertha BSC in der vergangenen Saison.

Nach Angaben des DFB wurden im Dresdner Zuschauerblock insgesamt 27 pyrotechnische Gegenstände entzündet. Zuvor war es zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Vereine sowie Mitarbeitern des Sicherheits- und Ordnungsdienstes gekommen.

Mindestens 77 Dresdner Anhänger aus dem Bereich des K-Blocks überstiegen anschließend die Begrenzung zum Innenraum und liefen über das Spielfeld in Richtung des Gästeblocks.

Mindestens 17 Menschen verletzt

Dabei wurden bengalische Feuer und Feuerwerksraketen gezielt auf Berliner Anhänger sowie in Richtung des Gästeblocks abgefeuert.

Die Partie musste daraufhin für 19 Minuten unterbrochen werden. Insgesamt wurden bei den Vorfällen mindestens 17 Menschen verletzt.

Für das Heimspiel gegen Darmstadt 98 hat die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichts nun zunächst konkrete Folgen: Dynamo Dresden kann die Blöcke K1 bis K5 öffnen.