Dresden - Mit fünf Winterneuzugängen und einer gehörigen Portion Zuversicht startet die Dynamo Dresden in die Rückrunde der zweiten Fußball-Bundesliga. Als aktuelles Tabellenschlusslicht sieht sich der Verein im Kampf um den Klassenverbleib weiterhin nicht chancenlos. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt vier Punkte.
Gleich zu Beginn der Rückrunde stehen für die Dresdner richtungsweisende Partien an. Am Samstag empfängt Dynamo die SpVgg Greuther Fürth, eine Woche später folgt das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg. Beide Begegnungen gelten als direkte Duelle im Abstiegskampf.
Trotz der Bedeutung dieser Spiele mahnt Dynamos neuer Sport-Geschäftsführer Sören Gonther zur Gelassenheit. Die Saison werde nicht an den ersten beiden Spieltagen der Rückrunde entschieden, betonte der frühere Dynamo-Profi. Gleichzeitig hat Gonther den Kader in der Winterpause deutlich verstärkt.
Mit fünf Neuzugängen geht Dynamo die Mission Klassenerhalt an. Bis auf Torhüter Elias Bethke, der vom FC Energie Cottbus kam, gelten die weiteren Neuen als Kandidaten für die Startelf. Thomas Keller vom 1. FC Heidenheim soll der in der Hinrunde anfälligen Defensive Stabilität verleihen. Jonas Sterner von Hannover 96 ist für die rechte Abwehrseite eingeplant, während Robert Wagner vom SC Freiburg im defensiven Mittelfeld für Ordnung sorgen soll. Auf der rechten Außenbahn soll der von der SV Elversberg ausgeliehene Jason Ceka für Offensivimpulse sorgen.
Der verstärkte Konkurrenzkampf könnte jedoch auch zu Unzufriedenheit bei bisherigen Stammspielern führen. Cheftrainer Thomas Stamm sieht darin grundsätzlich einen positiven Effekt. Er genießt das volle Vertrauen der Vereinsführung, muss jedoch darauf achten, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft stabil bleibt. In der Vergangenheit galt Dynamo stets als besonders stark, wenn der Zusammenhalt im Team stimmte.
Gerade erfahrene Spieler wie Stefan Kutschke und Niklas Hauptmann sind nun gefordert, eine zentrale Rolle im Mannschaftsgefüge einzunehmen. In der Hinrunde blieb Dynamo trotz oftmals ordentlicher Leistungen häufig ohne Punkte. Individuelle Fehler oder unglückliche Spielverläufe verhinderten bessere Ergebnisse.
So auch im Hinspiel gegen Greuther Fürth, das Dynamo trotz zwischenzeitlicher Chancen mit 2:3 verlor. In der Rückrunde sollen solche Spiele erfolgreicher gestaltet werden. Nach Einschätzung der Verantwortlichen bietet sowohl der veränderte Kader als auch die absolvierte Vorbereitung dafür eine solide Grundlage. Sport-Geschäftsführer Gonther zeigte sich überzeugt, dass Dynamo am Ende der Saison den Klassenerhalt schaffen kann.