Di., 14.07.2026 , 15:23 Uhr

Eigenanteil im ersten Heimjahr liegt inzwischen bei durchschnittlich 3.152 Euro

Eigenanteil im Pflegeheim steigt in Sachsen

Pflegebedürftige in Sachsen zahlen im ersten Heimjahr inzwischen durchschnittlich 3.152 Euro pro Monat.

Ein Platz im Pflegeheim wird für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Sachsen erneut teurer. Zum 1. Juli stieg die durchschnittliche monatliche Eigenbeteiligung im ersten Aufenthaltsjahr auf 3.152 Euro – fast 300 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Damit liegt Sachsen noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3.364 Euro. Der Eigenanteil setzt sich aus den Kosten für Pflege, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionen zusammen. Allein für Unterkunft und Verpflegung werden im Freistaat inzwischen durchschnittlich 1.086 Euro im Monat fällig – 50 Euro mehr als zum 1. Juli 2025.

Mit zunehmender Aufenthaltsdauer sinkt die Belastung durch höhere Zuschüsse der Pflegekassen. Im zweiten Jahr beträgt der Eigenanteil in Sachsen durchschnittlich 2.831 Euro, im dritten Jahr 2.404 Euro und im vierten Jahr 1.870 Euro. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert, dass der Freistaat die Ausbildungs- und Investitionskosten vollständig übernimmt. Dadurch könnten Pflegeheimbewohner nach ihren Berechnungen monatlich um 709 Euro entlastet werden. Der Verband der Ersatzkassen fordert ebenfalls eine Begrenzung des Kostenanstiegs und eine faire Verteilung der finanziellen Belastungen.