Kerzen, Blumen und stille Anteilnahme prägen das Bild in der Leipziger Innenstadt nach der tödlichen Amokfahrt vom Montagabend. Während die Stadt der Opfer gedenkt, laufen die Ermittlungen weiter. Der 33-jährige deutsche Tatverdächtige soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Er war unmittelbar nach der Tat festgenommen worden.
Zahl der Verletzten noch unklar
Wie viele Menschen bei der Amokfahrt verletzt wurden, steht weiterhin nicht abschließend fest. Laut Staatsanwaltschaft sei die Lage am Montagabend sehr unübersichtlich gewesen, da viele Betroffene den Ort selbstständig verlassen und später ärztliche Hilfe aufgesucht hätten. Sicher ist bislang: Drei Menschen wurden schwer verletzt. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein.
Gedenken in der Leipziger Innenstadt
In Leipzig hat inzwischen die Trauer begonnen. Am Tatort legen Menschen Blumen und Kerzen nieder. Am Neuen Rathaus wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigte sich tief betroffen und sprach den Opfern sowie ihren Familien sein Mitgefühl aus. Auch Sachsens Opferbeauftragte Iris Kloppich bot Betroffenen Unterstützung an. Sie versteht sich als Anlaufstelle für Opfer schwerer Gewalttaten und als Lotsin zu weiteren Hilfsangeboten.