Dresden/Sachsen - Der Deutscher Wetterdienst (DWD) hat für den Dienstagmorgen eine Unwetterwarnung für Sachsen herausgegeben. Besonders in den östlichen Landesteilen sowie im Erzgebirge besteht durch gefrierenden Regen eine erhöhte Glättegefahr. Regen, stürmische Böen und schwankende Temperaturen erschweren die Verkehrslage zusätzlich.
Nach Angaben des DWD können die Temperaturen tagsüber Werte zwischen 2 und 6 Grad erreichen. In höheren Lagen, insbesondere auf dem Fichtelberg, sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich. Am Abend setzt erneut Regen ein. In der Nacht zum Mittwoch und in den Morgenstunden besteht weiterhin Glättegefahr, da die Temperaturen teils auf etwa ein Grad absinken, im Erzgebirge örtlich sogar leichter Frost auftreten kann.
Trotz der schwierigen Wetterbedingungen sind Busse und Bahnen in Dresden überwiegend im Einsatz. Die Dresdner Verkehrsbetriebe teilten mit, dass die Straßenbahnen seit dem Morgen nach Fahrplan verkehren. Rutschende Autos führen jedoch vereinzelt zu Verzögerungen, da Bahnen warten müssen.
Im Busverkehr kam es zunächst zu Einschränkungen. Wegen der Glätte mussten Straßen vorab überprüft werden. Ab den frühen Morgenstunden konnten die Busse die Betriebshöfe wieder verlassen, im Laufe des Vormittags sollte der Verkehr weitgehend planmäßig laufen. Einzelne Linien sind aufgrund der Glätte weiterhin umgeleitet oder nur eingeschränkt unterwegs. Fahrgäste werden gebeten, an Haltestellen besondere Vorsicht walten zu lassen, da Gehwege und Bahnsteige teils noch vereist sind.
Der Winterdienst der Landeshauptstadt Dresden ist seit etwa 2 Uhr im Einsatz. Insgesamt 48 Mitarbeitende und 42 Streuwagen sind unterwegs, um Straßen, Radwege und wichtige Verkehrsachsen mit Tausalz und Streumitteln zu sichern. Vor allem an Steigungen und auf Nebenstraßen kann es dennoch zu gefährlichen Situationen kommen.
Die Witterung hatte auch Auswirkungen auf den überregionalen Verkehr. Auf der Autobahn A17 kam es in den frühen Morgenstunden zwischen Bad Gottleuba und Bahretal zu einem schweren Unfall. Ein Kleintransporter verunglückte auf spiegelglatter Fahrbahn, sieben Menschen wurden verletzt, mehrere davon schwer. Die Polizei geht von nicht angepasster Geschwindigkeit bei Eisglätte aus. Die Fahrbahn musste zeitweise vollständig gesperrt werden, zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Gegen 5 Uhr konnte der Verkehr die Unfallstelle wieder langsam passieren.
Die Behörden rufen angesichts der Wetterlage zu besonderer Vorsicht auf. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen, ausreichend Abstand halten und – wenn möglich – auf nicht notwendige Fahrten verzichten.