Dresden - Der Wasserstand der Elbe in Dresden soll ab Donnerstagmorgen auf rund 50 Zentimeter sinken und diesen Wert zunächst halten. Nach der Prognose des Landeshochwasserzentrums bleibt der Pegel bis gegen Mitternacht weitgehend konstant. Danach wird wieder mit einem leichten Anstieg gerechnet. Bis Samstag könnte der Wasserstand auf etwa 52 Zentimeter steigen.
Damit bleibt die Elbe zwar auf einem sehr niedrigen Niveau, historische Tiefstände werden jedoch weiterhin deutlich unterschritten. Die bislang niedrigsten bekannten Pegelstände in Dresden stammen aus den Jahren 1947 und 1952. Damals wurden jeweils Mitte August nur 21 Zentimeter gemessen. Im September 1950 lag der Pegel bei 34 Zentimetern, drei Jahre später bei 36 Zentimetern.
Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel liegt der Wasserstand der Elbe am Pegel Dresden bei rund 1,60 Metern. Während des Jahrhunderthochwassers im Jahr 2002 wurden 9,40 Meter gemessen. Der bislang niedrigste vorläufige Tagesmittelwert in diesem Jahr lag nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes am 28. Juni bei 51 Zentimetern.
Für die hydrologische Einordnung gilt allerdings nicht nur die Pegelhöhe als entscheidend. Experten betrachten vor allem den Durchfluss als aussagekräftige Größe. Beim historischen Niedrigwasser am 12. August 1947 flossen am Pegel Dresden 35,8 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch die Elbe. Am Mittwochmittag lag der Wert bei rund 83,6 Kubikmetern pro Sekunde.