Pirna - Der Elberadweg ist erneut der beliebteste Radfernweg Deutschlands. Das geht aus der „ADFC-Radreiseanalyse 2025“ hervor, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auf der Tourismusmesse ITB Berlin vorgestellt hat. Nach fünf Jahren auf Platz zwei kehrt die Strecke damit wieder an die Spitze der bundesweiten Rangliste zurück.
An der repräsentativen Online-Befragung beteiligten sich rund 17.300 Internetnutzer. Sie bewerteten verschiedene Radfernwege in Deutschland aus Sicht von Radurlaubern. Der Elberadweg wurde dabei zum Publikumsliebling gewählt und gilt zugleich als meistbefahrener Radfernweg des Landes.
Der Elberadweg verläuft über rund 1.300 Kilometer zwischen der Nordsee und dem tschechischen Riesengebirge. Die Strecke verbindet unterschiedliche Landschaften und Städte entlang der Elbe. Charakteristisch ist der Wechsel zwischen Naturregionen und urbanen Zentren.
Zu den Naturgebieten entlang der Route zählen unter anderem der Nationalpark Wattenmeer, das Riesengebirge, die Sächsische und Böhmische Schweiz sowie das UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe. Gleichzeitig führt der Radweg durch mehrere größere Städte, darunter Hamburg, Dresden und Magdeburg.
Auch kleinere historische Städte liegen entlang der Strecke. Dazu gehören unter anderem Lauenburg, Hitzacker, Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg, Torgau, Meißen und Pirna.
Ein Teil der Route führt auch durch Tschechien. Insgesamt verlaufen rund 460 Kilometer des Elberadwegs auf tschechischem Gebiet. Ein Abstecher entlang der Moldau ermöglicht zudem eine Verbindung bis nach Prag.
Durch diese internationale Streckenführung verbindet der Radweg mehrere touristisch bedeutende Regionen in Deutschland und Tschechien.
Nach Angaben der Koordinierungsstelle Elberadweg Süd zeichnet sich die Route unter anderem durch ihre familienfreundliche Streckenführung aus. Zudem bietet sie eine umfangreiche touristische Infrastruktur mit zahlreichen radfreundlichen Unterkünften und Serviceangeboten.
Vier Koordinierungsstellen entlang der Strecke kümmern sich um Organisation und Qualitätssicherung. Dort werden Informationen gebündelt, Fragen von Reisenden beantwortet und Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Radwegs angestoßen.
Zu den gemeinsamen Projekten gehört unter anderem die jährliche Neuauflage des offiziellen Elberadweg-Handbuchs. Die Broschüre mit Informationen zur Strecke erscheint in zwei Sprachen und wird kostenfrei herausgegeben.
Mit der aktuellen Auszeichnung durch die ADFC-Radreiseanalyse startet der Elberadweg nun erneut als Spitzenreiter unter Deutschlands Radfernwegen in die kommende Reisesaison.