Mi., 15.04.2026 , 13:21 Uhr

Beben südlich von Leipzig war bis ins Erzgebirge spürbar

Erdbeben nahe Leipzig: Stärke 3,2 gemessen

Ein Erdbeben der Stärke 3,2 hat am Dienstagabend die Region Leipzig erschüttert. Das Epizentrum lag südlich der Stadt, die Erschütterungen waren weithin spürbar.

Leipzig - Ein Erdbeben hat am Dienstagabend die Region Leipzig erschüttert. Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mitteilte, wurde das Beben am 14. April um 18:22 Uhr Ortszeit registriert.

Das Epizentrum lag etwa 25 Kilometer südlich von Leipzig zwischen Neukieritzsch und Groitzsch. Das Beben erreichte eine Magnitude von 3,2 auf der Richterskala. Der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von rund 22 Kilometern. Die Erschütterungen waren laut Angaben des Landesamtes in einem größeren Umkreis spürbar – unter anderem bis ins Erzgebirge.

Nach Einschätzung der Fachbehörde handelt es sich um ein Einzelereignis. Damit unterscheidet sich das Beben von den sogenannten Schwarmbeben im Vogtland, bei denen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche kleinere Erschütterungen auftreten können.

Das aktuelle Ereignis gehört zu den stärkeren Erdbeben der vergangenen Jahre in der Metropolregion Halle-Leipzig. Laut LfULG ist es das dritte Beben dieser Stärke innerhalb von elf Jahren. Zuvor wurde am 29. April 2017 ein Beben der Stärke 3,0 registriert, am 16. April 2015 ein Beben der Stärke 3,2.

Geologisch liegt die Region im Bereich der sogenannten Leipzig-Regensburg-Störungszone, einer Nord-Süd verlaufenden tektonischen Struktur. Diese kann gelegentlich zu seismischen Aktivitäten führen.

Das stärkste bekannte Erdbeben in der weiteren Region war das sogenannte Mitteldeutsche Erdbeben von 1872 im Raum Gera/Posterstein. Dieses erreichte eine geschätzte Momenten-Magnitude von 5,2.

Die Erdbebenüberwachung in Sachsen erfolgt durch den Seismologie-Verbund Sachsen, der vom LfULG koordiniert wird. Dazu betreibt der Verbund zahlreiche Messstationen in Mitteldeutschland, unter anderem im Vogtland, im Westerzgebirge sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt.