Für den FC Erzgebirge Aue geht eine bittere Saison zu Ende. Ausgerechnet im Jahr des 80. Vereinsgeburtstags müssen die Veilchen den Abstieg verkraften. Dazu kommt die Trauer um Vereinslegende Harald Mothes, der im Alter von 69 Jahren gestorben ist. Trotzdem gab es beim letzten Heimspiel gegen den MSV Duisburg auch einen sportlichen Mutmacher. Das 0:0 gegen den Aufstiegsaspiranten zeigte, dass sich die Mannschaft vor den eigenen Fans nicht aufgegeben hat.
Interimstrainer Khvicha Shubitidze zeigte sich nach dem Spiel kämpferisch. Die Mannschaft habe sich mit einem ordentlichen Auftritt gegen eine Top-Mannschaft verabschiedet und sich den Applaus der Fans verdient. Für Aue geht es nun darum, nach dem Abstieg die Weichen für die neue Saison zu stellen. Der Verein steht vor wichtigen Entscheidungen, sowohl auf der Trainerposition als auch im Kader.
Shubitidze darf sich Hoffnung machen, auch in der kommenden Saison Trainer der Veilchen zu bleiben. Er gehört zu vier Kandidaten, über die der Vorstand beraten will. Auch die Zukunft von Torwart-Routinier Martin Männel ist offen. Der Verein kann sich zwar weiterhin eine Rolle für ihn vorstellen, gleichzeitig sollen junge Talente künftig mehr Chancen bekommen.
Während Aue den Neustart planen muss, spitzt sich in der 3. Liga der Aufstiegskampf weiter zu. Energie Cottbus steht nach dem späten 2:1-Sieg gegen Wehen Wiesbaden kurz vor dem Sprung in die 2. Bundesliga. Auch Hansa Rostock hofft nach dem 5:3 gegen den VfB Stuttgart II noch auf den Relegationsplatz, hat diesen aber nicht mehr in der eigenen Hand.
Für Aue steht dagegen fest: Nach dem Abstieg beginnt im Erzgebirge nun der sportliche Neuaufbau.