Grimma - Nach dem schweren Hubschrauberabsturz am Dienstag in Grimma hat die Bundeswehr in der Nacht zu Mittwoch einen Eurofighter mit spezieller Aufklärungstechnik eingesetzt. Das Kampfflugzeug sollte den Rettungskräften helfen, sich ein genaues Lagebild von der Absturzstelle zu verschaffen.
Ausgestattet mit einem hochauflösenden Aufklärungspod, der sowohl Luft- als auch Infrarotaufnahmen ermöglicht, überflog der Jet die Mulde. Laut Luftwaffe war es nicht das Ziel, weitere Flüge am Mittwoch durchzuführen. Ob dabei neue Trümmerteile entdeckt wurden, blieb zunächst offen.
Der Hubschrauber war während eines Übungsflugs abgestürzt. Paddler hatten die Wrackteile in der Mulde entdeckt. Zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, nach einem weiteren wird noch gesucht. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) besuchte am Dienstagabend die Unglücksstelle und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Ein Sprecher der Luftwaffe erklärte, dass Teile der Maschine, darunter auch die Zelle, bereits aus dem Fluss geborgen wurden. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar. Untersuchungen laufen, während Soldaten vor Ort ein militärisches Sicherheitsgebiet abgesperrt haben.
Zusätzlich zu den Rettungskräften sind weiterhin Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Region im Einsatz, um ausgelaufenes Kerosin einzudämmen. Eine Ölsperre verhindert, dass sich der Treibstoff flussabwärts ausbreitet. Für den Wassersport bleibt die Mulde zwischen Bahrener Brücke und der Autobahnbrücke voraussichtlich bis Ende der Woche gesperrt.