Di., 18.08.2026 , 09:28 Uhr

Evangelischer Medienpreis 2026 in Leipzig verliehen

Der Evangelische Medienverband in Sachsen e. V. (EMV) hat gemeinsam mit Landesbischof Tobias Bilz den Evangelischen Medienpreis 2026 verliehen. Unter dem Motto „Mutausbruch“ wurden im Herrenhaus Möckern in Leipzig besonders gelungene Gemeindebriefe und innovative Formen kirchlicher Kommunikation ausgezeichnet.

Gemeindebriefe als wichtiges Bindeglied

Mit dem Medienpreis rückt der EMV die Gemeindebriefe der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in den Mittelpunkt. Sie gelten als wichtiges Bindeglied innerhalb der Gemeinden und sollen kirchliche Themen verständlich, nahbar und zeitgemäß vermitteln.

Die Preisverleihung war Teil einer Festveranstaltung, bei der auch über die Zukunft kirchlicher Publizistik diskutiert wurde. Ein Impulsvortrag und ein Podiumsgespräch beschäftigten sich unter anderem mit der Frage, welche Rolle Kirchenmedien im Umgang mit Desinformation spielen können.

Hauptpreis geht nach Dresden

Den Hauptpreis „Mutausbruch“ erhielt die Gemeinde Dresden-West für ihren Gemeindebrief „Westwind“. Nach Einschätzung des EMV verbindet die Publikation innovative Inhalte mit einer modernen und zugleich theologisch fundierten Ansprache.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Gemeinde Großrückerswalde. Ihr „Kirchenblatt“ überzeugte die Jury durch eine klare Struktur sowie sorgfältig recherchierte und lebensnahe Texte.

Eine weitere Auszeichnung ging an die Schwesternkirchgemeinden Schneeberg–Neustädtel–Griesbach. Ihr „Kirchenblättel“ hob sich vor allem durch eine prägnante Bildsprache und einen hohen Wiedererkennungswert hervor.

Sonderpreise für digitale Kommunikation und KI

Mit dem Sonderpreis „Zukunft der Gemeindekommunikation“ würdigte der Medienverband die crossmediale Arbeit von „Deine Kirchennachrichten“ der Gemeinde Großröhrsdorf–Kleinröhrsdorf.

Der Sonderpreis der Jury ging an die Gemeinde Tannenberg. Ausgezeichnet wurde dort ein kreativer Gestaltungsansatz, bei dem auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt.

Unterstützt und ermöglicht werden die Preise unter anderem von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, der Gemeindebriefdruckerei, der Bank für Kirche und Diakonie, der Ehrenamtsakademie der Landeskirche sowie dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik.

80 Jahre „DER SONNTAG“

Neben der Preisverleihung stand auch ein Jubiläum im Mittelpunkt: Die Wochenzeitung „DER SONNTAG“ feiert ihr 80-jähriges Bestehen.

Für den Evangelischen Medienverband stehen die ausgezeichneten Gemeindebriefe dabei in einer gemeinsamen Tradition mit der Wochenzeitung. Im Mittelpunkt stehen glaubwürdige und nahbare kirchliche Berichterstattung sowie die Frage, wie sich kirchliche Öffentlichkeit in Sachsen auch künftig zeitgemäß gestalten lässt.