Di., 04.08.2026 , 12:00 Uhr

Bundespolizei stellt 50-jährigen Tatverdächtigen in einem Einkaufsmarkt

Familie am Dresdner Hauptbahnhof bedrängt

Eine venezolanische Familie meldete am Dresdner Hauptbahnhof, von einem Mann verfolgt und bedrängt worden zu sein. Die Polizei stellte einen 50-Jährigen.

Dresden - Eine venezolanische Familie hat sich am Montagabend, dem 3. August 2026, hilfesuchend an die Bundespolizei im Dresdner Hauptbahnhof gewandt. Nach Angaben der Behörde fühlten sich die Eltern und ihr sechsjähriges Kind von einem Mann verfolgt und bedrängt.

Gegen 19.15 Uhr traf die Familie auf eine Streife der Bundespolizei. Die 25 und 23 Jahre alten Eltern berichteten den Beamten, dass der zunächst unbekannte Mann sie von der Prager Straße über den Wiener Platz bis in den Hauptbahnhof beobachtet und verfolgt habe.

Familie flüchtete vor dem Mann

Nach der Schilderung der Familie soll der Mann ihr auch in mehrere Einkaufsläden gefolgt sein. Die Eltern hätten sich dadurch so stark bedrängt und genötigt gefühlt, dass sie gemeinsam mit ihrem Kind vor ihm geflüchtet seien.

Zudem soll der Mann dem sechsjährigen Kind ohne Zustimmung der Eltern durch die Haare gestrichen haben. Über diese Berührung hinaus kam es laut Mitteilung der Bundespolizei zu keinen körperlichen Übergriffen.

Tatverdächtiger im Hauptbahnhof gestellt

Die Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen kurze Zeit später in einem Einkaufsmarkt im Dresdner Hauptbahnhof antreffen. Bei ihm handelt es sich den Angaben zufolge um einen 50 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen.

Der Mann bestritt gegenüber den Beamten den Vorwurf der Nötigung. Nach Darstellung der Bundespolizei erklärte er, dass es in seinem Kulturkreis üblich sei, kleinen Kindern durch die Haare zu streichen.

Die Beamten nahmen die Personalien aller Beteiligten auf. Anschließend wurden sowohl die Familie als auch der Tatverdächtige vor Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen werden zuständigkeitshalber von der Landespolizei geführt.