Im Dresdner Südosten ist eine Bienenhaltung von der Amerikanischen Faulbrut betroffen. Der Befall wurde bei einer Routinekontrolle im Stadtteil Lockwitz festgestellt, wie die Stadt mitteilte. Die Krankheit gilt als hochansteckend für Bienenvölker.
Die Amerikanische Faulbrut wird durch Bakterien verursacht und befällt die Brut der Bienen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, für die Tiere jedoch oft tödlich. Innerhalb kurzer Zeit können ganze Bienenvölker absterben. In den Waben bleibt statt gesunder Brut eine zähe, bräunliche Masse zurück.
Der Erreger wird häufig über verunreinigten Honig oder infizierte Waben eingeschleppt. Auch durch direkten Kontakt zwischen Bienen, durch Geräte oder Futter kann sich die Krankheit schnell weiterverbreiten.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, haben die zuständigen Behörden sofort reagiert. Rund um den betroffenen Betrieb wurde eine Schutzzone mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet.
Imker in dem betroffenen Gebiet müssen ihre Bienenstände melden und mit amtlichen Kontrollen rechnen. Zudem ist es untersagt, Bienen, Waben oder Bienenstöcke in den Sperrbezirk hinein- oder aus ihm herauszubringen.
Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt sowie das zuständige Landratsamt arbeiten gemeinsam daran, die Seuche einzudämmen. Ziel ist es, weitere Infektionen zu verhindern und die Bienenvölker in der Region zu schützen.