Dresden - In Sachsen sind drei Männer wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ festgenommen worden. Die Maßnahmen erfolgten in Leipzig, Chemnitz und Plauen und stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden.
Wie die Zentralstelle Extremismus Sachsen (ZESA) mitteilte, wurden zwei irakische Staatsbürger im Alter von 40 und 43 Jahren durch das Polizeiliche Terrorismus Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen festgenommen. Grundlage waren Haftbefehle des Oberlandesgerichts Dresden. Parallel dazu wurden ihre Wohnungen in Chemnitz und Leipzig durchsucht.
Den beiden Männern wird vorgeworfen, zwischen 2014 und 2016 beziehungsweise 2016 als Kämpfer in verschiedenen Verbänden des „Islamischen Staates“ tätig gewesen zu sein. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie für ihre Aktivitäten entlohnt worden sein.
Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte umfangreiche Beweismittel sicher. Dazu zählen unter anderem zehn Mobiltelefone, zwei Laptops, zwei Tablets sowie verschiedene Speichermedien. Diese werden nun ausgewertet.
Bereits am 24. März 2026 war ein weiterer Beschuldigter im Stadtgebiet von Plauen festgenommen worden. Der 26-jährige irakische Staatsbürger steht ebenfalls im Verdacht, Mitglied der terroristischen Vereinigung gewesen zu sein. Ihm wird vorgeworfen, von Januar 2016 bis Mai 2017 als Kämpfer tätig gewesen zu sein und dafür eine Entlohnung erhalten zu haben. Auch bei ihm wurden technische Geräte sichergestellt.
Alle drei Beschuldigten wurden dem Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden vorgeführt. In allen Fällen wurden die Haftbefehle in Vollzug gesetzt.
Die Ermittlungen der Behörden dauern weiterhin an. Im Fokus steht insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger.