Dresden - Am Donnerstagvormittag rückte die Feuerwehr zu einem aufwendigen Brandeinsatz auf die Collmberghalde in Coschütz aus. Gegen 08:09 Uhr wurde eine brennende Baumaschine gemeldet.
18 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Löbtau und Altstadt machten sich auf den Weg. Die Anfahrt gestaltete sich aufgrund des unbefestigten Geländes schwierig, sodass sich das Eintreffen der Kräfte verzögerte. Vor Ort stand eine sogenannte Schaffußwalze in Flammen. Der Fahrzeugführer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodass niemand verletzt wurde. Ein Rettungsdiensteinsatz war nicht notwendig.
Ein Trupp unter Atemschutz begann sofort mit den Löscharbeiten. Um die Wirkung zu verbessern, wurde dem Wasser Schaummittel beigemischt. Da es im Einsatzgebiet keine Löschwasserversorgung gab, wurde zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug der Stadtteilfeuerwehr Gompitz nachgefordert. Nach Abschluss der Brandbekämpfung kontrollierten die Kräfte die Maschine mit einer Wärmebildkamera – es wurden keine Glutnester mehr festgestellt.
Während des Einsatzes stellte sich heraus, dass es sich bei dem Einsatzort um eine ehemalige Abraumhalde der Wismut handelte. Die Mitarbeitenden vor Ort trugen Dosimeter, um eine mögliche Strahlenbelastung zu überwachen. In Abstimmung mit dem Umweltschutzdienst der Feuerwehr, dem Bauunternehmen und einem hinzugezogenen Strahlenschutzsachverständigen wurde festgestellt, dass nur eine sehr geringe Strahlenbelastung vorliegt. Vorsorglich führten die Einsatzkräfte im Anschluss eine Dekontamination ihrer Schutzausrüstung durch.
Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss aller Maßnahmen an das Bauunternehmen übergeben.