Dresden - Feuerwehr und Rettungsdienst Dresden haben am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, ein hohes Einsatzaufkommen verzeichnet. Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Rettungsdienst innerhalb von 24 Stunden insgesamt 241-mal alarmiert. In 62 Fällen war der Einsatz eines Notarztes notwendig. Zusätzlich wurden 190 qualifizierte Krankentransporte durchgeführt. Der Rettungshubschrauber kam im Leitstellenbereich fünf Mal zum Einsatz.
Auch die Feuerwehr war mehrfach gefordert. Die Einsatzkräfte wurden im selben Zeitraum zu elf Brandeinsätzen, 16 Hilfeleistungen und drei Fehlalarmen durch automatische Brandmeldeanlagen alarmiert. Ein Schwerpunkt lag erneut auf Vegetations- und Waldbränden, die sich nach Angaben der Feuerwehr bis in die Abendstunden fortsetzten.
Bereits am frühen Nachmittag wurde die Feuerwehr in die Fritz-Löffler-Straße in der Südvorstadt gerufen. Dort hatte eine Rasenfläche gebrannt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der betroffene Bereich bereits durch einen Einweiser mit einer Wasserflasche abgelöscht worden. Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle. Weitere Maßnahmen waren nicht notwendig. Im Einsatz waren sechs Kräfte der Feuer- und Rettungswache Altstadt.
Wenig später kam es am Lingnerplatz in der Seevorstadt zum Brand mehrerer Mülltonnen. Drei Abfallbehälter standen in Flammen. Passanten hatten den Brand bereits mit Wasserflaschen eingedämmt, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein Zeuge konnte den mutmaßlichen Verursacher beschreiben. Einsatzkräfte stellten den Mann zu Fuß und unter Nutzung eines Fahrrades eines Anwesenden bis zum Eintreffen der Polizei. Parallel wurden Nachlöscharbeiten mit einem Kleinlöschgerät durchgeführt. Die Einsatzstelle sowie der Tatverdächtige wurden anschließend an die Polizei übergeben.
Am Abend musste die Feuerwehr erneut in die Dresdner Heide ausrücken. Im Bereich einer bereits am Vormittag betroffenen Waldfläche war es zu einem weiteren Brandausbruch gekommen. Ein Waldläufer bemerkte die Flammen und ließ über einen Passanten die Feuerwehr alarmieren. Auf rund 50 Quadratmetern brannte Waldboden. Die Einsatzkräfte nutzten unter anderem Gießkannen, Kübelspritzen, Dunghacken, Schaufeln und ein Strahlrohr, um den Brand zu bekämpfen. Ziel war es, auch tieferliegende Glutnester im Waldboden zu löschen. Abschließend wurde der Bereich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Im Einsatz waren 29 Kräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt sowie der Stadtteilfeuerwehr Bühlau.
Ein weiterer Vegetationsbrand wurde am Abend in der Washingtonstraße in Übigau gemeldet. Dort brannten zwei Flächen mit Ödland und Gras von jeweils etwa 25 Quadratmetern. Die Einsatzstelle wurde mit Verkehrspylonen und Blitzleuchten abgesichert. Während der Löscharbeiten fuhr ein 60-jähriger Fahrer eines Skoda aus bislang ungeklärter Ursache durch die Absicherung direkt in die Einsatzstelle. Dabei wurde Absicherungsmaterial zerstört. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Später meldeten Bürgerinnen und Bürger eine brennende Fläche am Dahlienweg in Gorbitz. Auf einer ungenutzten Wiese brannte eine etwa ein Quadratmeter große Fläche. Eine Ersthelferin hatte den Brand bereits mit einer Gießkanne gelöscht. Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten durch und kontrollierte den Bereich mit einer Wärmebildkamera. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Die Feuerwehr Dresden warnt weiterhin vor erhöhter Vegetationsbrandgefahr. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit könnten bereits kleine Zündquellen ausreichen, um trockenes Gras, Laub oder Waldboden zu entzünden. Die Feuerwehr bittet darum, kein offenes Feuer im oder am Wald zu entzünden, Zigaretten oder Grillreste nicht achtlos wegzuwerfen, Fahrzeuge nicht auf trockener Vegetation abzustellen und Zufahrten zu Waldgebieten freizuhalten. Bei Rauch oder Feuer soll umgehend der Notruf 112 gewählt werden.