Er soll Frauen verfolgt, zu Boden gerissen und zu sexuellen Handlungen gezwungen haben: Nach einer Serie schwerer Übergriffe ist ein 27-Jähriger vom Landgericht Dresden verurteilt worden. Das Gericht sieht in ihm weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit.
Die Taten ereigneten sich demnach vor allem nachts im Dresdner Stadtgebiet. Laut Gericht ging der Mann mehrfach nach einem ähnlichen Muster vor: Er näherte sich Frauen, griff sie teils von hinten an und hielt ihnen den Mund zu. Der Vorsitzende Richter stellte im Verfahren fest, die Gewalt habe sich im Laufe der Zeit gesteigert.
Zu den Fällen gehörte nach den im Prozess behandelten Vorwürfen auch der Angriff auf eine 13-Jährige, die in ein Gebüsch gezerrt worden sein soll. Einer 17-Jährigen habe der Mann versucht, die Tasche zu rauben. Bei einem späteren Angriff in Dresden-Strehlen soll es beinahe zu einer Vergewaltigung gekommen sein.
Auch weitere schwere Taten wurden vor Gericht behandelt. So soll der 27-Jährige seine schwangere Freundin während eines Streits in einer Wohnung eingesperrt haben. Eine Frau, mit der er sich im Großen Garten verabredet hatte, zwang er demnach zu sexuellen Handlungen. In einem anderen Fall stieß er laut Urteil eine ihm unbekannte Frau zu Boden und raubte ihr Handy, nachdem sie ihm ihre Telefonnummer nicht geben wollte.
Nach Einschätzung des Gerichts leidet der Mann an einer Persönlichkeitsstörung und kann sein Verhalten nur eingeschränkt steuern. Der hinzugezogene Gutachter habe die Gefahr weiterer schwerer Straftaten ohne Behandlung eindeutig gesehen. Das Gericht verhängte vier Jahre Haft. Unabhängig davon wurde die Unterbringung im Maßregelvollzug angeordnet – zunächst auf unbestimmte Zeit.