Zum Internationalen Frauentag sind am Sonntag mehrere Tausend Menschen in Leipzig auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 9000 Demonstrierende an einer zentralen Kundgebung auf dem Augustusplatz. Damit lag die Teilnehmerzahl deutlich über der des vergangenen Jahres, als etwa 6500 Menschen gezählt wurden.
Die Demonstration stand unter dem Motto „Die Zeit zu kämpfen ist jetzt!“. Viele Teilnehmer kritisierten patriarchale Strukturen und Sexismus und forderten mehr Gleichberechtigung. Auf zahlreichen Plakaten waren Botschaften für Selbstbestimmung, Vielfalt und Inklusion zu lesen. Auch Parolen wie „My body, my choice“ oder „Feminismus statt Faschismus“ waren auf Schildern zu sehen.
Nach mehreren Redebeiträgen auf dem Augustusplatz setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Süden der Stadt in Bewegung. Ziel war das Connewitzer Kreuz. Zwischenstation machte der Protestzug auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Dort wurde unter anderem dazu aufgerufen, feministische Initiativen auch in ländlichen Regionen Sachsens stärker zu unterstützen.
Neben der großen Demonstration fanden in Leipzig mehrere kleinere Kundgebungen statt. Auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz versammelte sich am Nachmittag eine Gruppe zu einer weiteren feministischen Kundgebung. Bereits am Mittag hatte eine Veranstaltung im Stadtteilpark Rabet begonnen, bei der die Situation von Migrantinnen und Migranten im Mittelpunkt stand.