Mo., 18.05.2026 , 11:23 Uhr

Unterwegs im Freistaat

Frühlingswanderungen sind in unserem schönen Sachsen eine wahre Lust

Obwohl Sachsen nicht das größte Bundesland ist, bietet es eine große Vielfalt für Wanderer auf kleinem Raum. Im Erzgebirge und im Elbtal lässt sich so mancher Tag verbringen, wenn auch das Wetter halbwegs mitspielt. Welche Wege sich lohnen und was auf jeden Fall dabei sein sollte, erfahren Sie hier.

Gutes Schuhwerk ist für jeden Wanderer das A & O

Beim Wandern geht nichts ohne gute und möglichst eingelaufene Schuhe. Auf den sandig-steinigen Pfaden des Elbsandsteingebirges ist Grip ein wichtiges Kriterium für gutes Ankommen. Ein guter Wanderschuh muss dabei den Knöchel stabilisieren und verhindern, dass der Träger auf unebenen Wurzelwegen umknickt. Beim Kauf sind eine atmungsaktive Membran und wasserdichte Eigenschaften wichtig. Sachsen ist für seine plötzlichen Wetterumschwünge bekannt und nichts verdirbt den Spaß so schnell wie nasse Füße. Bei den Socken lohnt es sich, auf hochwertige Produkte aus Merinowolle zurückzugreifen. Sie können die Gefahr der Blasenbildung minimieren und das Fußklima regulieren.  

Wanderoutfit?

Um über den sächsischen Malerweg oder entlang des Oberlausitzer Bergwege zu touren, braucht es einfach ein paar gut sitzende Wanderklamotten, wo es der eine lieber etwas leger, der andere lieber gut am Körper sitzend mag. Eigentlich ist dies auch recht egal, man sollte sich darin wohlfühlen und gut bewegen können und man sollte etwas ablegen, bzw. überziehen können. Bei der Auswahl der Wandersachen tauscht man sich eher selten darüber aus, welche Unterhosen Herren oder Damen zum Wandern tragen, doch gerade fürs Wandern und Klettern ist die sogenannte Funktionsunterwäsche erfunden worden, denn nicht bei jeder Tour geht es nur gemütlich über einen Rundweg, wer die Sächsische Schweiz erkundet, wird viele Meter bergauf und bergab steigen. Gerade an diesen Stellen sorgt spezielle Sportbekleidung dafür, dass der Schweiß absorbiert wird und man nicht schweißnass weiterwandern muss, sich daher eben möglichst auch nicht dabei erkältet.

Der Lutherweg als große Herausforderung für Pilgerfans 

Kommen wir zu den Herausforderungen im Gelände, von denen Sachsen einige zu bieten hat. Wer Lust auf ein Stück Reformationsgeschichte rund um die Wirkungsstätten des Martin Luthers hat, ist auf dem Lutherweg goldrichtig. Die Route stellt schon durch ihre Länge eine Herausforderung für Pilger dar, auf über 564 Kilometern geht es durch verschiedene Dörfer und Städte. Die einzelnen Etappen lassen sich aber modular planen, Startpunkte sind Torgau, Leipzig oder auch Grimma.

Schöne Aussicht vom Gräfenhainer Wanderschuh

Mit Startpunkt Königsbrück führt der Rundweg Gräfenhainer Wanderschuh auf den 413 Meter hohen Keulenberg in Sachsen. Von dort gibt es einen wunderschönen Ausblick über den nördlichen Teil des Bundeslandes, es lohnt sich, ein Fernglas mitzunehmen. Für Panoramaaufnahmen ist eine gute Kamera Pflicht, die weiten Streuobstwiesen und die historischen Fassaden auf dem Rückweg durch das Pulsnitztal bieten viel Potenzial für gute Bilder. Da die Tour über viele unterschiedliche Höhen führt, lohnt sich das Zwiebelprinzip bei der Auswahl der Kleidung. Gute Unterwäsche bildet die Basis, darüber kommen Funktionshose, Funktions-T-Shirt und für die höheren Ebenen Funktionsjacke und Langarmshirt. Wird es zu warm, kann eine Schicht Kleidung einfach in den Rucksack gepackt werden. Schuhe mit gutem Profil tragen dazu bei, dass der Aufstieg nicht beschwerlich wird.