Fr., 21.11.2025 , 11:53 Uhr

Zwei neue Funde bei Wildvögeln – Landkreis mahnt Vorsicht

Geflügelpest breitet sich im Kreis Leipzig aus

Im Landkreis Leipzig hat das FLI zwei weitere Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln bestätigt. Der Kreis warnt Geflügelhalter und rät dringend zu Schutzmaßnahmen.

Leipzig - Im Landkreis Leipzig breitet sich die Geflügelpest bei Wildvögeln weiter aus. Wie der Landkreis am Dienstag mitteilte, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zwei weitere Verdachtsfälle bestätigt. Betroffen sind ein Rotmilan, der am Zwenkauer See gefunden wurde, sowie eine Graugans vom Ufer der Talsperre Schömbach.

Für drei weitere tot aufgefundene Vögel aus Borsdorf, Bad Lausick und Frohburg stehen die Ergebnisse des nationalen Referenzlabors noch aus. Die Funde deuten laut Landkreis auf eine zunehmende räumliche Ausbreitung des Virus hin.

Auch wenn bislang keine gehaltenen Tiere betroffen sind, rät das Veterinäramt Haltern weiterhin zu erhöhter Vorsicht. Geflügel und andere gehaltene Vögel sollten möglichst im Stall oder in abgedeckten, wildvogelsicheren Volieren untergebracht werden. Eine verpflichtende Stallpflicht gilt derzeit jedoch nicht. Die bereits bestehende Verfügung, Geflügelausstellungen zu untersagen, bleibt weiter in Kraft. Eine Entspannung der Lage sei nicht absehbar.

Bereits Anfang November war erstmals eine mit dem Virus infizierte Graugans am Markkleeberger See nachgewiesen worden. Das FLI bewertet das Risiko eines Eintrags in Hausgeflügelbestände weiterhin als hoch.

Das Veterinäramt empfiehlt Haltern erhöhte Hygienemaßnahmen: Futter und Wasser sollten vor Wildvögeln geschützt werden, zudem wird die Nutzung stalleigener Kleidung angeraten. Bei ungewöhnlichen Verlusten in Beständen ist eine tierärztliche Untersuchung vorgeschrieben.

Gefundenes totes oder krankes Wasser-, Schreit- oder Greifvogeltier sollte nicht berührt und stattdessen dem Veterinäramt gemeldet werden.