So., 13.09.2026 , 10:59 Uhr

Dresden

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der JVA Dresden

270 Besucher blickten hinter die Mauern der JVA Dresden und erfuhren mehr über Haftalltag und Arbeit hinter Gittern.

Dresden. Ein Blick hinter Gefängnismauern ist für Außenstehende nur selten möglich. Beim Tag der offenen Tür der Justizvollzugsanstalt Dresden nutzten am Samstag rund 270 Besucher die Gelegenheit, mehr über den Alltag der Gefangenen und die Arbeit der Bediensteten zu erfahren.

Das Interesse war deutlich größer als die Zahl der verfügbaren Plätze. Nach Angaben von JVA-Sprecherin Anja Rücker hatten sich weit mehr Menschen für die Veranstaltung angemeldet. Wegen der Sicherheitsbestimmungen kann jedoch nur eine begrenzte Zahl an Besuchern eingelassen werden.

Einblicke in Werkstätten und Hafträume

Die Besucher erhielten zunächst einen allgemeinen Überblick über die Justizvollzugsanstalt. Anschließend führte der Rundgang unter anderem durch verschiedene Arbeitsbereiche. Exemplarisch wurde die Polsterei gezeigt. Dort konnten die Teilnehmer erfahren, welche Arbeiten Gefangene innerhalb der JVA übernehmen.

Auch auf dem Wirtschaftshof gab es Einblicke in den Gefängnisalltag. Dort wurde unter anderem ein Gefangenentransporter präsentiert.

Besonders anschaulich wurde es in zwei Hafträumen. Diese befanden sich in einem Bereich, der nur bei Bedarf belegt wird, und waren für die Veranstaltung so eingerichtet worden, dass sich die Besucher ein Bild von der Unterbringung der Gefangenen machen konnten.

Nachfrage größer als das Angebot

Für die JVA ist der Tag der offenen Tür vor allem eine Möglichkeit, über die Arbeit im Justizvollzug zu informieren. Sprecherin Rücker betonte das große Engagement der Mitarbeiter. Einige Bedienstete hätten gleich zwei Führungen nacheinander übernommen.

Die Nachfrage nach solchen Besichtigungen könne dennoch nicht vollständig gedeckt werden. Der Tag der offenen Tür findet in Dresden alle zwei Jahre statt.

Rundgänge dauern zweieinhalb Stunden

Die Besichtigung erfolgt ausschließlich im Rahmen geführter Rundgänge. Diese dauern etwa zweieinhalb Stunden. Teilnehmen können Personen ab 16 Jahren.

Für die Anmeldung müssen unter anderem Vor- und Nachname sowie das Geburtsdatum angegeben werden. Beim Einlass ist ein Personalausweis oder Reisepass erforderlich.

Auch für Besucher gelten die Sicherheitsregeln der Justizvollzugsanstalt. Bestimmte Gegenstände dürfen nicht mitgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise Mobiltelefone und Fotoapparate.