Dresden-Cotta - In Dresden-Cotta haben am 8. Januar 2026 offiziell die Bauarbeiten für einen neuen, modernen Verkehrsknoten begonnen. Die Deutsche Bahn AG startet dort gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden ein rund dreijähriges Infrastrukturprojekt. Kernbestandteile sind der Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung über die Hamburger Straße, der Bau eines neuen barrierefreien Haltepunkts Dresden-Cotta sowie der umfassende Ausbau der Hamburger Straße.
Ziel des Projekts ist es, Bahn-, Straßenbahn-, Rad- und Autoverkehr besser miteinander zu verknüpfen und die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur im Dresdner Westen deutlich zu erhöhen. Der neue Verkehrsknoten soll künftig kürzere Wege, bessere Anschlüsse und mehr Komfort für Fahrgäste bieten.
Die bestehende Eisenbahnbrücke über die Hamburger Straße war bereits 2015 aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands durch ein Provisorium ersetzt worden. Nun errichtet die Deutsche Bahn einen Neubau aus Stahlbeton. Die neue Brücke wird breiter als zuvor und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten auf der Bahnstrecke. Gleichzeitig entsteht unter der Brücke mehr Raum für Fußgänger, Radfahrer, den Straßenverkehr und die Straßenbahn.
Direkt unter der Brücke wird eine neue Straßenbahnhaltestelle gebaut. Der neue Haltepunkt Dresden-Cotta bindet den Stadtteil künftig an die geplante S-Bahn-Linie S6 im Dresdner Westen an. Die Bahnsteige werden verlängert und vollständig barrierefrei gestaltet.
Parallel zu den Bahnarbeiten wird die Hamburger Straße grundlegend umgestaltet. Der Straßenraum soll übersichtlicher und sicherer werden und bessere Bedingungen für alle Verkehrsarten bieten. Nach Angaben der Stadt Dresden profitieren davon insbesondere der Radverkehr sowie der Kfz-Verkehr auf der Bundesstraße B 6 und dem Autobahnzubringer.
Auch der Lärmschutz spielt eine zentrale Rolle: Beidseitig der Bahnstrecke entstehen neue Lärmschutzwände. Lärmintensive Arbeiten finden überwiegend tagsüber statt. Über besonders belastende Bauphasen werden die Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig informiert.
Die Hauptarbeiten werden von der DB-Tochter DBInfraGO durchgeführt und sollen bis März 2029 abgeschlossen sein.
Während der Bauzeit kommt es auch zu Einschränkungen im Zugverkehr. Im Februar 2026 wird die Strecke Dresden-Friedrichstadt über Cossebaude nach Coswig für einen Monat gesperrt. In dieser Zeit wird eine zusätzliche Hilfsbrücke eingebaut. Ziel ist es, während der weiteren Bauarbeiten dauerhaft mindestens ein Gleis befahrbar zu halten und den Haltepunkt Dresden-Cotta bedienen zu können.
Für den Straßenbahnverkehr wird der Bereich der Eisenbahnbrücke Hamburger Straße während der Hauptbauarbeiten gesperrt. Es werden entsprechende Umleitungen eingerichtet. Der Kfz-Verkehr auf der Bundesstraße B 6 bleibt weitgehend aufrechterhalten, kurzfristige Sperrungen sind jedoch möglich.
Fußgänger und Radfahrer können den Brückenbereich während der Bauzeit nicht nutzen. Eine Umleitung führt über den Elberadweg, der dauerhaft asphaltiert und beleuchtet wird.
Die Deutsche Bahn und die Stadt Dresden bitten Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen während der Bauzeit.