Do., 31.07.2025 , 19:04 Uhr

Teure Bohnen geraten ins Visier von Diebesbanden

Händler sperren Kaffee in Sachsen weg

Dresden - In Sachsen müssen sich Kunden beim Einkauf von Kaffee zunehmend auf Einschränkungen einstellen. Nach Angaben des Handelsverbands ist das Produkt zuletzt stärker ins Visier von Diebesbanden geraten. Grund dafür sind steigende Preise infolge schlechter Ernten, die Kaffee für gewerbsmäßige Ladendiebe besonders attraktiv machen.

Um Diebstählen vorzubeugen, sichern Handelsunternehmen Kaffee daher immer häufiger in verschlossenen Vitrinen. Für den Einzelhandel bedeutet diese Maßnahme allerdings spürbare Nachteile: Produkte, die nur durch das Personal herausgegeben werden, erzielen erfahrungsgemäß geringere Verkaufszahlen. Viele Kunden empfinden die zusätzliche Hürde als abschreckend, weshalb Händler das Wegsperren in der Regel nur als letzte Option wählen.

Der Handelsverband weist zudem darauf hin, dass die Zahl der Ladendiebstähle in Sachsen seit Jahren steigt. Neben den offiziellen Fallzahlen sei von einem erheblich höheren Dunkelfeld auszugehen. Studien des Handelsforschungsinstituts EHI gehen sogar davon aus, dass über 98 Prozent der Fälle unentdeckt bleiben.

Der Verband sieht derzeit keine weiteren Produktgruppen, die ähnlich stark betroffen sind. Kaffee bleibt aktuell das zentrale Ziel organisierter Diebesbanden.