So., 23.11.2025 , 10:00 Uhr

Herrnhuter Sterne begeistern auch im Ausland

Wachsende Nachfrage aus Tschechien

Die Herrnhuter Sterne aus der Oberlausitz erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – zunehmend auch im benachbarten Ausland. Besonders Kundinnen und Kunden aus Tschechien entdecken das traditionell handgefertigte Produkt für sich, berichtet Katja Ruppert, Geschäftsführerin der Herrnhuter Sterne GmbH. Das zeigt sich unter anderem an steigenden Besucherzahlen aus Tschechien in der Schauwerkstatt sowie am Erfolg des Messestands auf dem Weihnachtsmarkt in Liberec, der seit 2023 besteht.

Handarbeit mit langer Tradition

Die Geschichte der Herrnhuter Sterne reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. In Schulen der Evangelischen Brüder-Unität entstand der Brauch, in der Adventszeit geometrische Sterne aus Papier zu basteln. Die Serienfertigung begann 1897 und wurde über Jahrzehnte weiterentwickelt. Bis heute entstehen die Sterne überwiegend in Handarbeit. Rund 230 Beschäftigte fertigen die Produkte im Zwei-Schicht-System, etwa 80 Prozent davon Frauen. Die Sterne bestehen aus Papier oder Kunststoff und sind in mehr als 80 Farb- und Größenvarianten erhältlich.

Steigende Verkaufszahlen

Die Manufaktur erwartet für das laufende Jahr einen Absatz von rund 850.000 Sternen – etwa 30.000 mehr als im Vorjahr. Obwohl die Produktion kontinuierlich wächst, handele es sich weiterhin nicht um Massenware, betont Ruppert. Der direkte Kontakt mit den Menschen auf mehr als 30 Weihnachtsmärkten bundesweit sei ein zentraler Erfolgsfaktor.

Neue Zielgruppen durch Sondereditionen

Besonders beliebt ist seit 2015 eine Sammelserie aus Kunststoff, die jedes Jahr in einer neuen Farbe erscheint. Ergänzt wird sie inzwischen durch eine Mini-Version, die in diesem Jahr erstmals in Violett herauskam. Damit will das Unternehmen bewusst ein jüngeres Publikum ansprechen.

Ganzjährige Dekoration – neues Dekohaus eröffnet

Herrnhuter Sterne werden längst nicht mehr nur zur Adventszeit genutzt. Immer mehr Kundinnen und Kunden setzen sie ganzjährig als dekorative Elemente ein. Anfang November eröffnete die Manufaktur dafür ein neues Dekohaus mit Verkaufsfläche, Lager, Werkplätzen und einem Bereich für Workshops.